Marcus Bosch

Pressestimmen

„Tannhäuser | Marcus Bosch` Sicht auf das Werk bringt eine ganz neue Klarheit ins Wagnerdunkel “
Concerti

„I due Foscari | Musikalisch eine Sternstunde“
Kieler Nachrichten

„Opus-Klassik für "Medea" Live-Einspielung“
Heidenheimer Tageszeitung

„Diese drei CD's sind zur maßgeblichen modernen Referenzaufnahme von Beethovens Bühnenmusiken geworden. | CD Egmont op. 84 / Wellingtons Sieg op. 91“
The Gramophone

„Die Cappella Aquileia zeigt dann mit Beethovens Egmont-Musik und drei Ouvertüren, wie prägnant und aufführungshistorisch wach das Orchester unter Marcus Bosch inzwischen musiziert.“
Süddeutsche Zeitung

„Mit Marcus Bosch hat man diese Reihe dem richtigen Dirigenten anvertraut.“
rbbKultur

„Und Marcus Bosch führt vor Ohren, dass er Dvořák wie einer dirigiert, der Dvořák tatsächlich liebt. “
Südwestpresse

„The orchestral contribution under Marcus Bosch is finely judged and exceptionally well played. “
Opera Magazine

Weitere Pressestimmen

Rhapsodie in Sahne

2023/01/07, Heidenheim, Festspielhaus Congress Centrum Stuttgarter Philharmoniker
Martynas Levickis | Bandoneon

Werke von Astor Piazzolla (Oblivion, Aconcagua) für Bandeon und Orchester, Gershwin (Rhapsody in Blue), Strauss (Schlagobers) u.a.
Heidenheimer Zeitung, 09. Januar 2023, Marita Kasischke
Rhapsodie in Sahne

Das alles zusammen mit den Stuttgartern Philharmonikern, die sich einmal mehr als großartiger Klangkörper zeigten - das war schon ein sensationeller Auftakt des Jahres. Das Publikum genoss staunend und fast atemlos, um schließlich in begeisterten Applaus auszubrechen. Marcus Bosch hat wieder einmal ein Händchen für das Besondere bewiesen und damit ebenso wie mit seinem wie immer souveränen Dirigat überzeugt.
Auch damit hätte der Abend enden können, und es wäre ein voller Erfolg gewesen. Marcus Bosch setzte aber noch einen drauf und legte noch einen anderen Strauß nach. Rasant stellte er das Publikum unter Donner und Blitz mit der gleichnameigen Schnellpolka von Johann Strauß (Sohn), ein Gewitter, das mit seinem Tempo seinen mitreißenden Rhythmen seine Wirkung nicht verfehlte. Jetzt kannte die Begeisterung des Publikums kein Ende mehr, aber Marcus Bosch weiß eben, wie man den Saal endgültig zum Brodeln bringt.

Ein schlagsahniges 2023 allerseits!

2023/01/05, Fürth, Stadttheater Stuttgarter Philharmoniker
Martynas Levickis | Bandoneon

Werke von Astor Piazzolla (Oblivion, Aconcagua) für Bandeon und Orchester, Gershwin (Rhapsody in Blue), Strauss (Schlagobers) u.a.
Fürther Nachrichten, 09. Januar 2023, Reinhard Kalb
Ein schlagsahniges 2023 allerseits!

Wenn das alte Jahr in Scherben fällt, muss man die Bruchstücke wegkehren. So dachte sich das auch Dirigent Marcus Bosch, der mit den Stuttgarter Philharmonikern das Neujahrskonzert 2023 im Stadttheater mit Rhapsodien, also musikalischen Bruchstücken, einläutete. Da werden Themen aufgegriffen, verfolgt und auf einmal abgebrochen und später neu zusammengesetzt. Während das aufmerksame Orchester sich in elegischen Streichpassagen ergeht, lassen Piazzolla und Levickis das Akkordeon fauchen, stöhnen, krächzen und spucken. Nach der Pause ein selten zu hörendes Werk von Richard Strauss (Schlagobers). (...) Entsprechend "süß" klingt die Suite. Eine solche Musik würde einen Walt-Disney-Film aus dessen GLanzperiode vortrefflich untermalen. Bloß, allzu viel ist ungesund. Darum entlässt Bosch, dem heimischen Publikum als Nürnberger GMD-Vorgänger noch bestens vertraut, die Fürther mit zwei Wiener Magenbittern: mit der furiosen Polka "Unter Donner und Blitz" von Johann Strauß (Sohn), sowie dem Radetzkymarsch von Strauß (Vater). Schön.

Jahreszeiten wie aus dem Bilderbuch

2022/11/01, Heidenheim, Festspielhaus Congress Centrum Joseph Haydn - "Die Jahreszeiten"
Heidenheimer Zeitung, 03. November 2022, Manfred F. Kubiak
Wo selbst der Hahn kräht auf dem Mist

Im Festspielhaus erklangen im Rahmen der Meisterkonzerte Joseph Haydns "Jahreszeiten". Marcus Bosch, die Cappella Aquileia, die drei Gesangssolisten und gleich drei Chöre ließen keine Wünsche offen.
Heidenheims Opernfestspieldirektor und sein Festival-Orchester holten aus diesem immer noch gern unterschätzten Stück Musik alles heraus, was herauszuholen ist. Ziemlich wahrscheinlich sogar noch mehr, jedenfalls kann man es sich schlichtweg nicht vorstellen, wie man Haydns "Jahreszeiten" besser spielen könnte, dynamisch aufregender, pointierter, durchhörbarer, packender, nicht nur die Hörer fesselnd, auch eindeutig die Instrumentalisten selber, die an allen Pulten mit sichtlichem Spaß Höchstleistungen abrufen. Und dann der Streicherklang! Kein parfümiertes Vibratobad, sondern die klare, direkte Ansprache, exakt genau so, wie man sich den klassischen Sound der Wiener Klassik in seinen schönsten Träumen ausmalt.
Jahreszeiten wie aus dem Bilderbuch.

Die Norddeutsche Philharmonie Rostock feiert 125. Geburtstag

2022/09/13, Rostock Goldmark: Konzertouvertüre Im Frühling
Strauss: Orchesterlieder - Ein Heldenleben
das Orchester, 01. November 2022, Ekkehard Ochs
Lange Tradition und lebendige Gegenwart

Seit 2020 ist der schon ab 2018 als Conductor in residence hier arbeitende Marcus Bosch Chefdirigent des Orchesters, das nach einer von rigiden Sparmaßnahmen der Landesregierung bestimmten Phase und mit einem nunmehrigen Mitgliederstand von 60 Musiker:innen das Musikleben nicht nur Rostocks prägt: eingeschlossen höchst innovative Angebote in Form neuer, variabler Formate zwischen Klassik und Pop. Bosch sieht da große Aufgaben auf sich und das Orchester zukommen: einen Neuanfang nach der Pandemie sowie verstärkte Bemühungen, um sich "das Publikum zu erhalten, neues Publikum zu erschaffen und Berührungspunkte zu finden"(Marcus Bosch). Schließlich passt da auch das Bekenntnis: "(...)Das, was wir hier machen, ist so unglaublich bunt, divers und überraschend gegensätzlich - das ist wirklich toll."
Womit wir bei jenem Konzert wären, das als Jubiläums- und erstes Philharmonisches Konzert der neuen Spielzeit statt fand und wohl genau dem entsprach, was dem Dirigenten und leidenschaftlichen Musikvermittler Bosch nicht nur verbal ureigenstes Anliegen ist. (...) Bosch konnte dabei auf einen hochprofessionellen, bestens miteinander agierenden Orchesterapparat setzten und ihm mühelos all jene spieltechnischen und gestalterischen Fähigkeiten abfordern. Einmal mehr offenbarten die Norddeutschen Philharmoniker eine bestechende Souveränität im Umgang mit auch anspruchsvollsten Werken und einen Musiziergestus, der die hier bei Goldmark und Strauss so besonders offenliegende spätromantisch-expressive Faszination mit geradezu explodierender Musikallität verband. Da blieben keine Wünsche offen!(...)
Fazit: Rund 45 Minuten einer von Bosch zwischen verklärender Sanglichkeit, schriller Ironie hemmungslos, ja entfesselt scheinender Drastik und hymnischer Grandiosomanie geradezu atemlos machenden, ungemein fesselnden Wiedergabe, für die es nur eine Konsequenz geben konnte: tosenden Beifall eines enthusiasmierten Pubikums und damit das passende Präsent zum 125. Geburtstag dieses Orchesters.

Klassiker der Sinfonische Filmmusik

2022/08/18, Essen, Alfried-Krupp-Saal Korngold, Gershwin, Williams, u.a.
WAZ Essen, 19. August 2022, Klaus Elbrecht
Konzert mit Filmmusik: 'Psycho' in der Essener Philharmonie

Essener Philharmoniker spielen zum Saisonstart Klassiker der Filmmusik – das Publikum ist begeistert. (…) Ein langer Abend mit ganz großem Ohrenkino (…) verlangte dem Publikum eine Menge Konzentration und Kondition ab, fand aber (…) ungewöhnlich begeisterte Resonanz. (…) Auf dem Podium waren die Philharmoniker dann in Mahler-formatiger Großbesetzung und bester Disposition angetreten – eine Saxofonistin allerdings zu spät (die Bahn!), sodass das Riesenprogramm kurzerhand umgepackt werden musste. Kein Problem für den umtriebigen Gastdirigenten Marcus Bosch, der zudem wortreich und interessant moderierte. (…), wie andererseits Bernhard Herrmanns Musik zu Hitchcocks „Psycho“ die berühmte Mordszene in der Dusche – von den Streichern wahrhaft messerscharf ausgeleuchtet – zum gepflegten Gruseln anregte.(…) Jubel zum Schluss und zwei Zugaben um halb elf.

Bosch treibt die Cappella Aquileia zu Höhenflügen

2022/07/29, Schwäbisch Gmünd, Festival Europäische Kirchenmusik Brahms: Violinkonzert in D-Dur, Beethoven: Sinfonie Nr.7
Gmünder Tagespost, 01. August 2022, Gise Kayser-Gantner
Das Tempo in Beethovens Siebter Sinfonie entfesselt

Dirigent Marcus Bosch treibt die Cappella Aquileia im Münster zu Höhenflügen. Das Publikum (…) erlebte ein wahres Tönefeuerwerk höchster Qualität, als das Orchester "Cappella Aquileia" mit Soloviolinistin Eldbjørg Hemsing unter Leitung von Marcus Bosch (…) spielten. (…) Das begeisterte, dieses nahtlose, sich impulsierende Miteinander von Solisten und Orchester, mit Boschs „leichte“ Hand geführte Ensemble. (…) Die Musikerinnen und Musiker, wie an unsichtbaren Fäden von den Händen des Dirigenten geführt, brachen auf zu einem instrumentalen Parforceritt zum Ende des „Allegro con brio“. Sie sind Liebhaber des Besonderen, diese Orchestermitglieder. Hohes Können in der Beherrschung ihrer Instrumente, große Bühnenpräsenz, das Ausfeilen von Details und vorbehaltlose Zusammenarbeit machen „Cappella Aquileia“ nicht nur zu einem Excelenz-Orchester der Opernfestspiele Heidenheim, sondern führen es zu einem international bekannten Renommee. Dirigent Bosch, der in dieser Aufführung seinem Siegel als „Hör-Verführer“ voll entsprach, verleitet seine Instrumentalisten zu Höhenflügen, die hohe Standards setzen.

Meister seines Faches

2022/07/29, Schwäbisch Gmünd, Festival Europäische Kirchenmusik Brahms: Violinkonzert in D-Dur, Beethoven: Sinfonie Nr.7
Rems-Zeitung, 04. August 2022, Berhard Fauser
Kontraste extrem stark herausgearbeitet

Und so kam das Konzert einer Offenbarung gleich: man erlebte ein glänzend aufgelegtes Orchester, das mit offensichtlicher Musizierfreude und in kongenialem Zusammenwirken mit dem Dirigenten zwei Großwerke der Musikgeschichte zum Klingen brachte. (…) Marcus Bosch erwies sich auch hier als Meister seines Faches: Wo nötig, führte er behutsam die Solistin und sorgte mit sicherem Dirigat für eine perfekte Übereinstimmung zwischen Soloinstrument und Orchester, (…). Dagegen nahmen Marcus Bosch und sein Orchester (…) bei der großen 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven keine Rücksicht mehr auf die Akustik des Kirchenraums. Es habe auch richtig geknallt, als Beethoven dieses Werk damals aufführte; Beethoven, (…) habe provoziert. (…) Und so erlebte man eine sehr eigenwillige Interpretation, in der Marcus Bosch die Sinfonie einerseits mit rasanten Tempi anging, andererseits die dynamischen Kontraste extrem stark herausarbeitete. (…) Rasant, laut, straff, die Akustik gerade noch so unter Kontrolle haltend, mit hochdramatischen Pausen, steuerte das Werk auf sein grandioses Finale zu, in dem das Orchester sichtbar Schwerstarbeit verrichtete. Bravorufe und nicht enden wollender Beifall von den überwältigten Zuhörern. (…)

Neue Klarheit ins Wagnerdunkel

2022/07/22, Rittersaal Schloss Hellenstein Richard Wagner: Tannhäuser
Concerti, 23. Juli 2022, Peter Krause
Wagner kommt vom Müssen - und von Mendelssohn

Es muss nicht immer Bayreuth sein: Der dirigierende Intendant Marcus Bosch und der Regisseur Georg Schmidleitner beweisen auf der schwäbischen Alb unter freiem Himmel mit einem gefeierten Sängerensemble, wie stimmig und erhellend ihr neues Wagner-Bild ist. Überhaupt sind es bei den Opernfestspielen Heidenheim im Vergleich zum Bayreuther Branchenprimus in Wagnerdingen nicht die etablierten großen Namen, sondern Sänger, die Marcus Bosch als dirigierender Intendant handverlesen ausgesucht hat - und denen er den Sprung ins schwere Fach zutraut. Bosch beweist, dabei mehr als eine glückliche Hand zu haben. Marcus Bosch beweist: Wagner schöpft aus der Leichtigkeit der Spieloper. Dieses Konzept geht indes auch direkt von Marcus Bosch aus, der sich seinerseits von den Klischees dessen befreit, was ein (allzu) deutsches Musikdrama wohl zu sein hat. Er zelebriert nicht den Zukunftsmusiker Richard Wagner, vielmehr zeigt Bosch, woher Wagner seine Inspiration bezog und aus welchen Wurzeln er sein Werk entwickelte. Im fein transparenten Spaltklang der Suttgarter Philharmoniker ist das zunächst die luzide Instrumentationskunst eines Felix Mendelssohn, den Wagner darum beneidete und dafür über verunglimpfte. Es ist die im „Tannhäuser“ durchscheinende Frühromantik eines Carla Maria von Weber, und es ist die Helligkeit der Spieloper eines Albert Lortzing, die bei den flotten, am Sprachfluss orientierten Tempi … aufscheint. Marcus Bosch`sicht auf das Werk bringt eine ganz neue Klarheit ins Wagnerdunkel: Und der Abendstern (die Venus!) strahlt an diesem herrlichen Sommerabend von Heidenheim weit bis nach Bayreuth.

Wagners 'Tannhäuser' gegen den Strich gebürstet

2022/07/22, Heidenheim, Rittersaal Schloss Hellenstein Richard Wagner: Tannhäuser
Orpheus, 01. September 2022, Antje Rößler
Shoppen, bis der Papst kommt - Wagners 'Tannhäuser' gegen den Strich gebürstet

Regisseur Georg Schmiedleitner und Dirigent Marcus Bosch bringen Wagners „Tannhäuser“ ins baden-württembergische Heidenheim. Das größte Opernfestival des Bundeslandes hat wohl auch den schönsten Spielort: die Rittersaal-Ruine der Stauferburg Hellenstein. (…) Am Pult lotet Marcus Bosch mit den Stuttgarter Philharmonikern die Musik differenziert aus. Er betont eher die federnde Leichtigkeit als das schwere romantische Pathos. (…) Die Atmosphäre in der Burgruine, unter lauem Abendhimmel, ist einfach grandios.

Tannhäuser fand hervorragende Sachverwalter

2022/07/22, Heidenheim, Rittersaal Schloss Hellenstein Richard Wagner: Tannhäuser
Das Opernglas, 01. September 2022, J. M. Wienecke
Opernfestspiele Heidenheim - Tannhäuser

Die gespielte Dresdner Erstfassung des „Tannhäuser“ aus dem Jahr 1845 fand in den Stuttgarter Philharmonikern und Festspielchef Marcus Bosch am Pult hervorragende Sachwalter. Das Orchester der Landeshauptstadt bewies hohe Kompetenz, beeindruckte mit schön herausgearbeiteten Soli, spielte durchweg mit Leidenschaft. Bosch spielte seine Qualitäten als erfahrener Opern-Profi aus und trug das sängerische Personal dabei auf Händen. Er nutzte die dramatischen Höhepunkte, um mit fordernder Geste entsprechende Wirkung zu entfalten, was auf mitreißende Weise gelang. (…) Das Publikum reagierte durchweg begeistert. Der Beweis, bei einem Open Air auch anspruchsvolle Kost erfolgreich wagen zu können, war erbracht.

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