Marcus Bosch

Pressestimmen

Phil & Chill

2012/10/31, Hirsch Nürnberg Giuseppe Verdi: Ouvertüre zu "Die Macht des Schicksals"
Giacomo Puccini: Intermezzo aus "Manon Lescaut"
Gioacchino Rossini: Ouvertüre zu "Die diebische Elster"
Pietro Mascagni: Intermezzo aus "Cavalleria rusticana"
Amilcare Ponchielli: Tanz der Stunden aus "La Gioconda"
Tico-Tico
Sex-Bomb (Solistin: Eva Bernard)
Abendzeitung München, 02. November 2012, Kathrin Zeilmann
Weil jede Musik den Menschen etwas sagt

Das Orchester der Nürnberger Oper wagte sich in einen Club der Frankenmetropole

Den Dürer haben wir, aber musikalisch sind uns die Nürnberger einen Schritt voraus. Die Staatsphilharmonie Nürnberg, nach dem Bayerischen Staatsorchester größtes bayerisches Opernorchester, hat am Mittwochabend im Nürnberger Club "Hirsch" ein Konzert gegeben. Ein Münchener Luxusklangkörper hat sich an einen solchen Ort noch nicht hingetraut.

Generalmusikdirektor Marcus Bosch war vor einem Jahr mit dem Ziel angetreten, Schwellenängste abzubauen. Klassische Musik sollte nicht nur den Kreis treuer Abonnenten und Opern-Anhänger interessieren. "Wir glaubeh, dass unsere Musik vielen Menschen etwas zu sagen hat", sagte er am Mittwoch.

Der Disco-Auftritt jedenfalls verfehlte seine Wirkung nicht. Großer Applaus des überwiegend jungen Publikums belohnte die Musiker für ihren Einsatz. Jährlich sind zwei Auftritte im "Hirsch", einer   bekannten Party-Location in Franken, geplant.

Neben "Sex Bomb" von Tom Jones spielten die Nürnberger Klassiker der italienischen Oper von Verdi, Puccini und Rossini. "Wir haben gezeigt, dass das Orchester flexibel ist und Spaß an der Musik hat", sagte Bosch. Auch bei der Einstudierung  des für das Orchester ungewöhnlichen Stücks "Sex Bombs" sei man ernsthaft vorgegangen: "Man sucht die Stilmittel, die dafür passen." Zwei DJ´s haben das Stück mit Beats unterlegt und den Disco-Sound mit der Klassik zusammengebracht.

Die Musiker und Ihr Dirigent hatten sichtlich Freunde daran, einmal nicht im Orchestergraben oder der Meistersingerhalle zu musizieren- sondern in Freizeitkleidung im Club. Keine 24 Stunden später wartete wieder der Orchestergraben - für Musik anderer Prägung: Wagners "Tristan und Isolde" stand gestern auf dem Spielplan.



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