Verdi, Missa da Requiem
Pressestimmen
"Phantasterei" 8. Sinfoniekonzert
2010/06/30, Eurogress Aachen Beethoven Klavierkonzert Nr. 5Berlioz "Symphonie Fantastique"
Lars Vogt Klavier
sinfonieorchester Aachen
8. Sinfoniekonzert mit Lars Vogt am Klavier enthusiastisch bejubelt
...Bosch kann heute spieltechnisch aus dem Vollen schöpfen und ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen.
Was die Leistung des großbesetzten Orchesters angeht, so war die Aufführung fulminant in ihrer Spannungsdichte, ihrem Ausreizen der raffinierten Klangmixturen, ihrer Klangpräsenz. Der Beifall war enthusiastisch.
"Weltverbesserer" 7. Sinfoniekonzert
2010/06/02, Eurogress Aachen Beethoven, Klavierkonzert Nr. 1Messiaen, Turangalila-Sinfonie
Jonathan Gilad, Klavier
sinfonieorchester Aachen
Höhepunkt der Saison: Bosch und das Aachener Orchester mit Messiaens "Turangalila" Symphonie und Beethovens Klavierkonzert
Man könnte von einem Meisterstück sprechen. Am Gelingen eines so komplexen Werks wie Olivier Messiaens "Turangalila" Symphonie lässt sich ablesen, auf welchen Stand ein Dirigent sein Orchester im Laufe mehrerer Jahre heben konnte. Wenn Marcus R. Bosch dem Aachener Sinfonieorchester diese gewlatige Augabe zutraut, zeugt das von hohem Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Orchesters und die eigene Kompetenz. Den Quantensprung, den die Sinfoniker seit dem Weggang von Boschs glücklosen Vorgänger vollzogen haben, konnte man seit Jahren in nahezu jedem Konzert spüren. Auch und gerade in kleiner besetzten Werken, in denen sebst minimale Artikulations- und Pharsierungsmänmgel von keinen orchestralen Wogen überdeckt werden können.
Messiaens 80-minütiges Hohelied auf die Liebe stellt besondere Anforderungen an rhythmische Präzision, Treffsicherheit und das Gespür für die klangliche Balance, rührt also nicht zuletzt an die Frage, inwieweit das diesmal so starkt wie nie zuvor besetzte Orchester zu einem klingenden Organismus zusammengewachsen ist. Das Ergebnis kann sich hören lassen. An der Spielfertigkeit der Musiker gibt es nichts zu bemängeln, und selbst in der ständig bemäkelten Akustik des Eurogress gelang es Bosch, die extrem diffizile Klangfarbenpalette des Werks auch in den massivsten Höhepunkten kontrolliert zu entfalen.
Schillernde Farbigkeit, spietechnische Artistik und ein rundum gesunder voluminöser Orchesterklang bestimmten die Interpretation der zehn Sätze. Bosch behielt die Fäden auch in den diffizilsten Passagen sicher in Händen. Messiaens von Gottvertrauen und Naturliebe geprägte Vorstellung von der menschlichen Liebe führt, gerade durch die süßlichen Klänge des Ondes Martenonts, des frühen elektronischen Tasteninstruments, bisweilen zu verzuckerten Klangfärbungen. Bosch bettete das Instrument geschickt in den Gesamtklang ein und sorgte ohnehin für scharfe klangliche Kontraste, so dass sentimentale Entgleisungen rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben werden konnte. Und auch die eingeworfenene Vogelrufe - von den Bläsern brillant gemeistert - verloren in diesem Kontext reden rein illustrativen Anstrich. Auch die Spannung vermochte Bosch über die lange Distanz des Werks vorbildlich aufrechtzuerthalten. Kurz gesagt: Man kann von einem Meisterstück reden. Mit einem Orchester auf diesem Niveau lässt sich alles spielen. Darüber sollte man jedoch nicht die phänomenale Leistung des Pianisten Markus Becker vergessen, der mit seinem vertrackten und umfangreichen Klavierpart nicht unwesentlich zum Erfolg dieser Kraftprobe beigetragen hat.
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Bruckner in St. Nikolaus
2010/05/24, City Kirche St. Nikolaus Aachen Anton BrucknerSinfonie Nr. 2 c-Moll Fassung 1871/72
(...) "Lyrisch" ist bei Bruckner relativ, wie die eindrucksvolle Aufführung des Sinfonieorchesters Aachen unter Marcus Bosch zeigte. Es mangelt in dieser Zweiten nicht an Ausbrüchen und machtvollen Steigerungen, deren Inszenierung durch die hallige Kirchenakustik noch unterstützt wurde. Boschs Tempi saßen genau, das zerklüftete Finale wusste er trotz der vielen Abbrüche und Neuansätze überzeugend zusammenzuhalten.
Dass das schöne Adagio zum Höhepunkt der Aufführung wurde, war kaum verwunderlich, konnte sich in diesem espressiv ausgesungenen, ungemein differenziert und warm klingenden Satz der Raum am stärksten mit Bruckners Intentionen versöhnen, was in den Ecksätzen, wo manches Detail zugedeckt wurde, nicht immer der Fall war, was nicht an Bosch lag, der bei allem großen Zug mit dynamischer Akribie musizierte. Und das Orchester folgte ihm mit größter Hingabe und Konzentration, einmal mehr seine derzeitige Hochform demonstrierend. Langer, herzlicher Beifall. (...)
Maldoror
2010/05/08, Theater Aachen(...) Das Orchester ist mit differenzierten Farben behandelt, was das Sinfonieorchester unter Marcus Boschs Leitung mit einer ungeheuren Hingabe und Verve absolviert, circa hundert Minuten schiere, musikalische Hochspannung. (...)
Maldoror
2010/04/27, Prinzregententheater München(...) Das sinfonieorchester Aachen unter Marcus Bosch bewältigte die schwere Partitur der Oper bravourös. Starker Beifall im nicht ausverkauften Prinzregententheater. (...)
Maldoror
2010/04/27, Prinzregententheater München(...) Das sinfonieorchester Aachen unter Marcus bosch hat die komplexe Vorlage bravourös verinnerlicht. Maintz macht die Opernmusiker zu Solisten, schreibt etwa für vielfach geteilte Geigen. Ergebnis ist eine Partitur, die ihre Energie eher nach innen richtet - auf ein mikrokosmisches, trennscharfes Geschehen, das gelegentlich durch (Herz-)Schlagwerkschläge strukturiert wird und sich in vielen kleinen Gesten und Ereignissen abspielt. Mal atmosphärische Grundierung der Handlung ist das, mal faszinierend getüftelte Klangregie. (...)
Maldoror
2010/04/27, Prinzregententheater München(...) Das Orchester des Theaters Aachen, das die Produktion im Mai in seinen Spielplan aufnimmt, tut seine anspruchsvolle Arbeit unter Marcus Bosch scharfkantig und geistesgegenwärtig, (...)
Maldoror
2010/04/27, Prinzregententheater München(...) Das oft solistisch aufgefächerte und relativ klein besetzte Sinfonieorchester Aachen ließ unter seinem Chef Marcus Bosch keine Wünsche offen und spielte mit einer staunenswerten Differenziertheit, Farbigkeit, Tiefenschärfe, ja mit einer geradezu berückenden Schönheit. (...)
Maldoror
2010/04/27, Prinzregententheater München(...) Schillernde Klänge eines sehr solistisch eingesetzten, von Marcus Bosch souverän geführten Orchesters mischen sich mit betörenden Sopranmelismen (...)
Maldoror
2010/04/27, Prinzrententheater München(...) Exquisit die Sprecher-Sänger-Besetzung, virtuos die Präsenz des Sinfonieorchesters Aachen unter Marcus Bosch. (...)