Marcus Bosch

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DVDs

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Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg, Oper in 3 Akten

Albert Pesendorfer; Hans Sachs
Guido Jentjens, Veit Pogner
Michaela Maria Mayer, Eva
Michael Putsch, Walter von Stolzing
Jochen Kupfer, Beckmesser
Chor des Staatstheater Nürnberg
Staatsphilharmonie Nürnberg
Marcus Bosch, Dirigent
David Mouchtar-Samorai, Regie

COV 81201 (DVD)

Das Opernglas 12/2011
Ein frischer Wind weht durch Richard Wagners "Meistersinger" in der Eröffnungspremiere am Staatstheater Nürnberg. Dieser Wind ist nicht unbarmherzig und kalt, aber er wirbelt eingestaubte Gewohnheiten durcheinander, schärft die Sinne und duftet dabei klar. Das verantwortliche Duo des neuen Generalmusikdirektors Marcus Bosch mit dem israelischen Opern- und Schauspielregisseur David Mouchtar-Samorai an seiner Seite überzeugt hier als ein sich gegenseitig inspirierendes Leitungsteam auf gleich hohem künstlerischen Niveau - ein seltenes Glück im Opernalltag...

Opernwelt 01/2012 von Christoph Vratz
...Hier wird von nahezu allen musikalisch Beteiligten nicht das Saftige, Voluminös-Rauschende dieser Musik herausgestellt, sondern das Erbe eines Weber, eines Mendelssohn. Teils liedhaft im Gesang und vor allem kammermusikalisch transparent und licht das Orchesterspiel unter Leitung des neuen Generalmusikdirektors Marcus Bosch, der die Staatsphilharmonie Nürnberg so glänzend animiert, das erahnbar wird, dass diesem Orchester analoge Höhenflüge ins Haus stehen könnten wie einst den Musikern in Aachen,
Boschs voriger Station.... 

Opernfreund 02/2017 DVD-Vergleich von Peter Klier                                                    Und es gibt sie doch: die Einspielung in moderner Optik und ohne Beschädigung des Werkes durch die Regie. Und besonders erfreulich ist, dass so eine schöne Aufnahme aus einem mittleren, früheren Stadttheater, ganz ohne die hochgejubelte Starelite, entstanden ist. Und so viel Neues bringt. In der Nürnberger Inszenierung  von David Mouchtar-Samorai machen Elfen und Faune die manchmal recht rüde Prügel-Szene zum zauberhaftesten Sommernachtstraum. Und das ist nicht an den Haaren herbei gezogen, denn im Wahnmonolog singt Sachs ja  in Erinnerung an die Prügelei im 2. Akt  doch von einem Kobold! Das durchwegs abstrakt moderne und trotzdem stimmungsvolle Bühnenbild ist ein  zweiter Pluspunkt: Endlich mal die Meistersinger nicht in  örtlich deutlich festgelegter Nürnberg Kulisse, auch nicht in einer Schuhfabrik, wie neulich in Erfurt, sondern als allgemeingültige Parabel in abstrakter Umgebung. Das öffnet ganz andere Perspektiven auf das Werk, das  frei von örtlichen und zeitlichen Festlegungen endlich die Allgemeingültigkeit erfährt, die Wagner ja auch meinte. Denn er wollte ja nicht nur die kulturelle Enge im Mittelalter Nürnbergs anprangern.  Der dritte Vorzug, und etwas ganz Besonderes  noch dazu, ist, dass  hier  der Beckmesser mit Jochen Kupfer recht attraktiv besetzt ist, und zwar sowohl stimmlich als auch vom Aussehen, so dass Eva eigentlich ihn erwählen müsste, zumal der Stolzing hier nicht so ganz überzeugt. Der  vierte Vorzug ist der Sachs von Albert Pesendorfer, der völlig ohne Pathos einen sympathischen Schuster gibt, der allerdings wie Attila frisiert ist. Der fünfte und nicht geringste ist die musikalische Leitung von Marcus Bosch. Da hörte ich Nuancen, die mir noch nie aufgefallen sind: so zu Beginn der Kirchenszene die Cello- und Oboen-soli. Einfach herrlich.

 

 

CDs

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Beethoven, Missa Solemnis

Livemitschnitt des Domkonzerts
Alexandra Coku, Sopran
Daniela Denschlag, Alt
Andreas Scheidegger, Tenor
Martin Berner, Baß
Chor der vocapella
Sinfonieorchester Aachen
Marcus Bosch, Musikalische Leitung

Zu beziehen über:
 Theater Aachen (CD)

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Beethoven, Piano Concert Nr. 3

Michael Rische, Klavier
DSO Berlin
Marcus Bosch, Dirigent

Arte Nova 82876 82586 2 (CD)

Wie viele Kadenzen zum dritten Klavierkonzert von Beethoven bis zur Stunde gespielt worden sind, ist gewiss nicht zu ermessen, da viele wohl im Augenblick improvisiert bzw. nicht niedergeschrieben wurden. Überliefert sind über 20 Versionen, wobei im heutigen Konzertleben meistens Beethovens eigene gespielt wird. Diese Entscheidung verheißt die größtmögliche Authentizität und stilistische Einheit.

Doch das sind Kriterien, die erst im Laufe der Aufführungsgeschichte bedeutsam geworden sind. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde die Kadenz gerne auch als Gelegenheit genutzt, Beethovens motivisches und thematisches Material mit dem Stilideal der eigenen Zeit zu beleuchten. Wie das klingen kann, belegt eine aufschlussreiche und spannende Neuaufnahme des Werks mit dem Pianisten Michael Rische und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Leitung des Aachener Generalmusikdirektors Marcus Bosch. Hier werden gleich sechs verschiedene Kadenzen zur Auswahl angeboten. Auch der Übergang in die Coda und diese selbst werden sechs Mal gespielt. Rische variiert den Moment des Wiedereintritts des Orchesters dabei je nach Verfassung der betreffenden Kadenz. Der Komponist lasse, so der Pianist in seinem sehr instruktiven Text im Booklet, den Solisten in der Kadenz „aufs Neue mit den alten Baustellen spielen“.

Wie Beethoven selbst das macht, ist einschlägig bekannt. Ignaz Moscheles tut es in der lange Zeit Brahms zugeschriebenen Kadenz mit der Pranke des romantischen Virtuosen. In seiner ausgedehnten Kadenz geht Charles Valentin Alkan weit über das Material des Konzerts hinaus und zitiert Motive aus Beethovens fünfter Symphonie. Das ist mehr eine Paraphrase über Beethoven in c-Moll als eine Konzertkadenz.

In die Grenzbereiche der spätromantischen Harmonie führt die Kadenz von Erwin Schulhoff, während Viktor Ullmanns durch ihre Klarheit und ihr inniges Bekenntnis zu Beethovens Thematik ausgezeichnet ist. Michael Rische selbst greift Mittel der Avantgarde auf, sucht die direkte Verbindung zur Gegenwart.

Sein Spiel ist in allen sechs Kadenzen deutlich strukturiert und ausdrucksvoll akzentuiert. Das gilt auch für seine Interpretation des „eigentlichen Konzerts“, die klare Konturen und einen weit gespannten Ausdrucksradius hat. Rische überzeugt durch schlüssige Disposition und einen überlegenen Blick auf Beethovens Partitur, was einen optimalen „Rahmen“ für alle sechs Kadenzen abgibt. Innig und feingliedrig spielt er das Largo, impulsiv und feurig das Finale. Die C-Dur-Coda hat Brillanz und mitreißenden Elan. Nicht nur hier überzeugt das

energiegeladene und transparente Spiel des DSO unter Marcus Bosch, der einen elastischen und rhythmisch prägnanten Beethoven dirigiert.

Karl Georg Berg (www.dasorchester.de)

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Brahms, Ein deutsches Requiem

Livemitschnitt des Domkonzertes vom 24. Februar 2007
Gundula Peyerl, Sopran
Martin Berner, Bariton
Chor der vocapella
Sinfonieorchester Aachen
Marcus Bosch, Musikalische Leitung

Zu beziehen über:
 Theater Aachen (CD)

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Brahms, Sinfonie Nr. 1 & 4

Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30704 (CD)

„Beeindruckend ist dabei- zumal für eine Live-Aufnahme –die großartige Balance des Orchesters, das eine vielfarbige, doch in sich geschlossene Klangfarbenpalette bildet….Wer Johannes Brahms besser kennen lernen will, ist mit dieser Aufnahme also bestens bedient.“ (klassik.com April 2007)

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Brahms, Sinfonie Nr. 2 & 3

Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 31206 (CD)

Noch nichts Weltschmerzlicheres als seine zweite Sinfonie habe man bisher gehört, schrieb Johannes Brahms kurz nach ihrer Vollendung – heute wirkt das ein wenig befremdlich, gilt doch gerade Brahms‘ Zweite als die heiter-pastorale unter seinen vier Sinfonien, die ganz dem bedeutungsschweren Gestus der Gattung im 19. Jahrhundert verpflichtet sind. Indem er den dramatischen Aspekt betonte, wollte Brahms offenbar verhindern, dass die Zweite auf die beschauliche Idylle reduziert werden konnte. Offensichtlicher ist der melancholische Grundton in der dritten Sinfonie, in der Brahms nochmals eine Verdichtung seiner Musiksprache erreichte. Aber auch hier ist eben nichts eindimensional – so wenig wie die Zweite nur harmlose Pastorale ist, so wenig ist die Dritte nur schwermutige Trauermusik. Bei Brahms lohnt es sich – auch wenn seine Sinfonien sattsam bekannt scheinen – immer wieder, genau hinzuhören. Besonders wenn man es mit Marcus Bosch und „seinen“ Aachenern zu tun hat. Die Traumpaarung setzt hier einmal mehr starke Akzente gegen festgefahrene und ideenlose Interpretations-Routine.

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Bruckner The Complete Symphonies

sinfonieorchester Aachen
Marcus Bosch, Dirigent

COV 31215 (CD)

„… verbinden sich die Vorzüge entschlackten Klangs und großer Transparenz mit dem Puls und Ausdrucksbogen echten Musikantentums… – ein erregendes Hörerlebnis“.
(Symphonie Nr. 2 – Johannes Saltzwedel in: Kulturspiegel 12/2010)

„Diese Produktion braucht keine prominenten Namen zu fürchten. Die … Tempi sind stimmig, die Balance ist ausgewogen, die dynamische Bandbreite und die Binnenspannung der einzelnen Sätze genau austariert.“
(Symphonie Nr. 3 – Christoph Vratz in: WDR 3 Hörzeichen, 03.01.2007)

„… an der inspirierten Konzentration … kann man sich gar nicht satt hören.“(Symphonie Nr. 5 – Ingo Hoddick in: Das Orchester 11/2006)

„Räumlich erstklassig aufgenommen, mit viel Sinn für die großen Spannungsbogen musiziert, mit Zug, ohne gehetzt zu wirken, ein runder, warmer Orchesterklang...“
(Symphonie Nr. 7 – Andrea Meuli, Musik und Theater 07/2005)

„Der Klang der CD ist außerordentlich gut. Aachen darf stolz sein auf dieses Unternehmen“
(Symphonie Nr. 8 – International Record Review 04/2005)

„Die Aufnahme gehört in jede Bruckner-Diskografie.“
(Symphonie Nr. 9 – Toni Hildebrandt in: Klassik.com 04.01.2008)

..."Wie gut Bosch die großen, universellen Dimensionen von Anton Bruckners Sinfonik zu einer stimmigen Interpretation zusammenfügen kann, beweist die nun erschienene, aus zehn CD´s bestehende Box mit sämtlichen Sinfonien des österreichischen Komponisten. Dieses Großprojekt aus Boschs Aachener Zeit hat editorischen Wert, denn es umfasst auch dei selten dokumentierte "Studiensinfonie" in f-Moll, sowie die "nullte / annulierte" Sinfonie in d-Moll. Außerdem wurde die unvollendete 8. Sinfonie hier erstmals in der 2006  von Cohrs / Samale revidierten Neuausgabe des Finalsatzes aufgenommen." (Komplettausgabe der Bruckner-Sinfonien - Thomas Heinold, Nürnberger Zeitung vom 18.12.2012)

In reviewing Mario Venzago’s coupling of Bruckner’s Fourth and Seventh symphonies (11/11), I found the brightened textures revealing and not infrequently refreshing but thought some of the interpretative ideas equivocal at best. Here, in ‘Die Nullte’ and the First Symphony, the element of added interpretative interest works very much to he music’s advantage. Indeed, I’d say that Venzago’s reading of No 0 is among the finest I’ve ever heard, with some especially beautiful soft playing: the pppp last minute of the Andante quite took my breath away. Dialoguing violin motifs are shaped with great sensitivity, even as early as the first movement’s second subject (1'10").

One of Venzago’s virtues as a Bruckner interpreter is in the way he takes on aspects of period performance practice, moderating the use of vibrato rather than taking a doctrinaire line against it, which means that both its employment and its absence have expressive effect. For example, while the passage just mentioned sports subtle vibrato to help sweeten the texture, the chorale-like subject a couple of minutes later dispenses with it almost entirely. After the Andante takes its last sigh, the Scherzo jumps in dramatically – breaking the spell somewhat, but never mind, that’s obviously the intention. The Trio is almost too dreamy but the finale is excellently judged (ie Venzago’s voicing of the first pages), the Mendelssohnian scherzo-like passage at 2'17", light as thistledown. That’s Venzago’s way with Bruckner, bright, taut, transparent, anti-monumental and viewed from a Schubertian axis. His version of the First Symphony is cast along similar lines, with an additional quota of accelerating excitement for the close of the first movement, which fires away at a terrific lick. At 10'06" the eerily quiet violins sound as if they’re bowing pretty near the bridge (try from, say, 10'50"). Elsewhere, I was reminded of Dvo∑ák and, at around 6'46" into the Andante, the Nielsen of Helios, what with the manner of the string-writing and the kind of modulations used.

Marcus Bosch’s First with the Aachen Symphony, the concluding instalment of his set of the numbered symphonies – which uses the same ‘Linz’ version with revisions (edited by Leopold Nowak, 1953) as both Venzago and Simone Young – returns us to the kind of weighty approach already well known from various feted Brucknerians of yore, though without recourse to mannerism. His recording is roughly on a par with Young’s, though more resonantly recorded and swifter by around three minutes overall (Venzago is almost two minutes swifter still). Oddly, although Venzago achieves the more Schubertian textures, it is Bosch whose approach to the Andante is more reminiscent of Schubertian lyricism. He cues a propulsive Scherzo and his finale is particularly imposing: the quasi-fugal writing from 7'22" builds up a good head of steam and the closing pages are very exciting. So, vive la différence! The luminous and revealing Venzago set might be described as Bruckner for non-Brucknerians, the Bosch as an admirable conclusion to a fine cycle, worthy of comparison with the best, if not quite the best. (Rob Cowan, GRAMOPHON, 05/2012)

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Bruckner, Sinfonie f-Moll „Studiensinfonie“

Sinfonie d-Moll „Nr. 0 Annullierte“
sinfonieorchester Aachen
Marcus Bosch

COV 31315 (CD)

Truly an excellent conclusion to the Marcus Bosch/Aachen Symphony SACD cycle of all 11 Bruckner symphonies. In order of composition, the F Minor was Bruckner's literal first symphony, which he classified as a student work and did not include in his own numbered sequence. The D Minor was his actual third symphony, coming after the official No. 1 and just before the official No. 2, and for various reasons not fully understood by scholars was "nullified" on its manuscript cover page by the composer quite late in life. It is notable that Bruckner did not destroy either work. Truth be told, both are very much deserving of performance and a number of RBCD performances exist of both. Bosch is the first MCH SACD of the F Minor and is terrific in all aspects, joining my previous favorite, Skrowaczewski, at the top of the list. This "Study Symphony," written in the early 1860s when Bruckner was studying orchestration with Otto Kitzler, would be part of the Mendelssohn or Robert Schumann symphonic canon if either of their names were attached to it -- it is that good! Although it doesn't sound much like the familiar Bruckner of the later symphonies, it is tuneful, delightful and a joy to hear in a fine recording like Bosch's.

The D Minor Symphony is a mystery to me, and to many lovers of Bruckner's music: a mystery as to why he would set it aside from the canonic nine symphonies....but not destroy it, even late in life. It is a masterpiece in its own right, containing many of the hallmarks of the familiar Bruckner....and compared to the later symphonies, it's relatively short, coming in at 41 minutes in the Bosch interpretation. A complete success, also, in Bosch's capable hands. There are several MCH SACDs of the D Minor, the recent Simone Young/Hamburg Philharmonic being the most recent. Young is a somewhat heavier interpretation, but nevertheless excellently performed and recorded and got my highest recommendation when it came out. Now the Bosch joins her this particular summit.

The Bosch cycle posseses a superb consistency of MCH sound, all performed in St Michael's Church, Aachen, and the Covielo engineers capture an ideal balance between the "cathedral" ambience and orchestral clarity. The MCH is very immersive: clearly a large church! And the Aacheners acquit themselves splendidly. For these two symphonies, therefore, I offer the highest recommendation.

As an 11-symphony integral set, Bosch shares that honor with Skrowaczewski (Oehms Classics) and Inbal (Warner), but as mentioned above, his is the first and only MCH SACD set with all 11 symphonies. (SA-CD.net 11/2013)

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Bruckner, Sinfonie Nr. 1 c-moll (Linzer Fassung 1865/66)

Livemitschnitt vom Konzert am 13. Juni 2011 in St. Michael, Aachen
Marcus Bosch
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 31115 (CD)

Am Ende des Weges wendet man sich dem Anfang zu: Marcus Bosch und das Sinfonieorchester Aachen vervollständigen ihren international hoch gelobten Bruckner-Zyklus mit der ersten Sinfonie, jener Initialzündung für einen ganz eigenen sinfonischen Kosmos. In der Urfassung von 1868 kommt der eigene Charakter des Erstlings unverfälscht zur Geltung: Weniger religiöses Pathos, dafür mehr rhythmische Energie und Erfindungsreichtum als in den späteren Werken zeigen einen Bruckner, der schon unverkennbar Bruckner ist, aber mit unerwarteter Spritzigkeit überrascht. Das kommt dem zupackenden Stil von Marcus Bosch und seinen Aachenern entgegen, die auch den letzten Akt des Zyklus' bravourös bewältigen.


"Die Aufnahme von Bruckners Erster erscheint im Zyklus der Einspielungen besonders durchsichtig, geradezu abgeklärt. Vor allem die von reinem Streichersatz geprägten Passagen sind von einer Prägnanz und flexiblen Dynamik, dass man ins Schwärmen geraten kann. Wieder reißt Boschs musikantisches Talent den Hörer hinein in die ganz eigene Welt, die Bruckner erschaffen hat. Rau, ungekünstelt und ungeheuer kraftvoll in Erfindung und harmonischer Waghalsigkeit rauscht die Erste, deren ursprüngliche, die Linzer Fassung von 1865/1866, auf den Notenpulten liegt, zwischen den Polen c-Moll und C-Dur einher. Trauer, Ernst und strahlende Zuversicht sind demnach die Extreme, in deren Spannungsfeld die Sinfoniker traumwandlerisch sicher agieren. Und die Lust am Musizieren teilt sich unmittelbar mit. Sicher, die sakrale Dimension der im Juni mitgeschnittenen Live-Aufnahme ist erkauft mit einem Tonbild, in dem gerade in schnellen Tuttipassagen massives Blech erdrückend besonders auf die Holzbläser wirkt. Überhaupt hat es das Holz nicht leicht in der Aachener Kirche St. Michael. Aber es ist ein Erlebnis, die außerordentliche Qualität von Dirigent und Orchester wieder und wieder hören zu können. Mit Marcus Bosch ist in Aachen etwas Großes erwachsen." (Aachener Zeitung, November 2011)


"Hier kommt der eigene Charakter der Ersten unverfälscht zur Geltung: Weniger religiöses Pathos, dafür mehr rhthmische Energie und Erfidnungsreichtum als in den späteren Werken ergeben einen Bruckner, der unverkennbar Bruckner ist, aber mit unerwarteter Spriztigkeit überrascht. Das kommt dem zupackenden Stil und dem durchsichtigen Klangbild entgegen, für das Marcus Bosch berühmt geworden ist. Unter seiner Leitung bewältigen die Aachener auch diesen Akt des großen Zyklus bravourös." (Class aktuell, Ausgabe 01/2012)


"What a wonderful Symphony No. 1 this is. Its single- and double-noughted predecessors may compromise its true first symphony status, but it's plain to see why the composer designated it as such when he completed the work in his early forties in 1866. In the context of the complete cycle, it has a freshness, energy and freewheeling confidence all of its own; qualities not expounded again with comparable spontaneity or consistency until the Sixth Symphony. More's the pity that Bruckner chose to revisit it so extensively in the early 1890s while trying to complete his last symphony in Vienna. The revision is a lamed hybrid that deploys the denser complexity of his later style to undermine much of the original's transparency and vigour.

Marcus Bosch and his Aachen forces tap the dynamic of the work with a sure understanding of its power and beauty. Tempos are brisk but sufficiently flexible for the first movement's main march-like subject to move purposefully without being rigid. Sensitive rather than indulgent voicing of the contrasting lyrical material ensures that the line of symphonic argument is never in doubt. After entrancing dialogue between principal horn and woodwind soloists, the development generates considerable tension. Reliance on the composer's extended crescendo through the coda rather than the gratuitous accelerando favoured by some conductors allows Bosch to clinch the movement with total conviction.

The following Adagio, limpid and affectionate, rises to heights of passion that unusually for Bruckner veer more towards the physical than the spiritual in their chromatically drawn ecstasy. The Scherzo is a powerhouse of agile strings jousting with rasping brass, trombones limbering down their scales to land on the most sonorously sustained pedal notes. There's perhaps more geniality and charm to be coaxed from the Trio, but Bosch ensures the opening of the finale explodes with a vehemence that the composer surpassed only at the same point in his Eighth Symphony.

Much the most difficult movement to hold together, impetus needs to be sustained if the fragmentary rhythmic figurations that constitute the seed of the development are not to sound hesitant. Botch's fluctuations of tempo allow tension to sag briefly here. Momentum is regained, but an extended rallentando into the restatement of the opening material means its arrival comes as an abrupt, unconvincing jolt. The major disappointment comes as the very end, where the principal trumpet, so distinguished elsewhere, fails to crown the symphony with his ringing chorale. Given the clarity of sound throughout, his inaudibility is an odd and uncharacteristic lapse, making the consideration of alternative versions more crucial than expected.

Jochum's 1960s DG recording with the BPO on peak form remains incandescent and very well engineered. Bruckner's early symphonies also found special sympathy with Solti in Chicago; his propulsive drive compels without the fierceness that marred so much of his later Bruckner and the Decca Sound delivers its signature impact without being overhearing. Unless he goes on to record the noughties, this is the last release in Bosch's complete survey of Bruckner symphonies with the Aachen orchestra for Cocieilo Classics. Reservations about the finale aside, this is distinctive and impressive early twenty-first-century Bruckner to put me on the track of precious rdeases." (Ian Julier, International Record Review)

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Bruckner, Sinfonie Nr. 2 c-Moll

Livemitschnitt des Konzertes "Bruckner in St. Nikolaus" vom 24. Mai 2010

Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 31015 (CD)

musicweb May 11 2011
Bruckner's Second Symphony is not usually counted among his finest works. Listening to a performance of this quality it is difficult to tell why that should be. Marcus Bosch and his Aachen forces don't make any concessions to the score, they approach it as if it were the Eighth or Ninth, and in doing so uncover levels of depth and sophistication wholly absent in most recordings. There is a sense of life in every phrase, partly a result of sensitive tempo fluctuations and partly the commitment of the players, that allows everything to make perfect sense. This is an expansive reading, yet there is never any suspicion of megalomania or redundancy - a rare achievement indeed[...]
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Der Spiegel /Kulturspiegel Dezember 2010-12-13, Neue CD’s
Gewissenhaft komplettiert Marcus Bosch mit dem Aachener Orchester seinen Zyklus der Bruckner Sinfonien. Darin verbinden sich die Vorzüge entschlackten Klangs und großer Transparenz mit dem Puls und Ausdrucksbogen echten Musikantentums.
Gerade die unterschätzte zweite Sinfonie von 1872 klingt ohne den Firnis zweifelhafter Tradition bis zu schubertischer Ruhelosigkeit (,,Mehr schnell“) gesteigert – ein erregendes Hörerlebnis.

Aachener Nachrichten CD Check, Klassik
Marcus R. Boschs Auffassung der 2. Sinfonie Anton Bruckners atmet den Charme des Neuen, zu dem der österreichische Komponist mit erst 48 Jahren fähig wurde. Seine Interpretation der Sinfonie in der Wiener Urfassung von 1875 beleuchtet das Skrupulöse wie das Genialische des Werks, und sie lässt die beiden Extreme einfließen in eine abgeklärte Sicht auf die Musik: klare Proportionen, größtmögliche Transparenz des Klangs (was allerdings bei der kathedralen Akustik von St. Nikolaus unumgänglich ist), Gelassenheit im Umgang mit dem Nachhall, die einige wunderbare Generalpausen- Momente zwischen furiosem Ende und zartem Neubeginn hervorbringt.
Bosch verdichtet das Typische Brucknerscher Symphonik zu berückender Emotionalität.
Erstaunlich großstädtisch klingt das Sinfonieorchester Aachen, Blech (Hörner!) und Streicher begeistern regelrecht durch Pracht und Präzision. Bosch befreit mit dieser Einspielung Bruckners Zweite vom Schattendasein in den Nischen der Spielpläne. (ark)
5 Sterne

K.West No. 12/01 Bruckners Zweite
Seine 1873 uraufgeführte 2. Sinfonie empfand Anton Bruckner als ,, wohl die fürs Publikum verständlichste“. Tatsächlich fehlt den vier Sätzen die komplizierte Kontrapunktik und elementare Archaik, die später typisch für den Sinfoniker Bruckner werden sollte. Natürlich gibt es in der Zweiten auch manch eine hymnische Steigerung. Doch der eigentliche Motor setzt sich aus der romantischem Melos und imposanter Deftigkeit zusammen.
Marcus Bosch hat mit dem Sinfonieorchester Aachen die Urfassung der 2. Sinfonie eingespielt. Wie schon bei den vorausgegangenen Bruckner- Würfen sind Präzision und Vitalität, Individualität und Emphase Trumpf.
Marcus Bosch & ,,sinfonieorchester Aachen“ Bruckner,2. Sinfonie/ Note 1

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Bruckner, Sinfonie Nr. 3 d-Moll

Livemitschnitt des Konzerts "Bruckner in St. Nikolaus" am 05. Juni 2006
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30614 (CD)

"Diese Aufnahme braucht keinen prominenten Namen fürchten." (WDR Hörzeichen 01/2007)

"Die CD stellt zuerst die Leistungsfähigkeit des Ensembles unter Beweis, dem am Tag des  Live-Mitschnitts eine sehr konzentrierte und geschlossene Leistung gelungen ist. Ausgeprochen warm schmeicheln die Streicher, blitzsauber ausgestimmt sind die Holzbläser, das Blech strahlt gerne und gut - und verschmäht auch scharfe Attacken nicht. Bei allem Bombast ist dem Orchester keinerlei Schwerfälligkeit anzumerken, es reagiert promot auf die Vorgaben des Dirigenten und ist zu sehr differenzierter Dynamik und Artikulation fähig. ... Entscheidender ist wohl, dass Boschs Interpretation den Eindruck eines schönen Einklangs von Gefühl und Verstand vermittelt und auf spektakuläre Effekte verzichtet. Keine Steigerung, kein Rubato wirkt zufällig, und doch werden die Bögen nie in ein starres Schema gepresst. Der 1969 geborene Dirigent macht deutlich, welch ein Ausnahmerang der Dritten zukommt, diesem existenziellen und so oft kritisierten Geniestreich. Am besten ist das im zweiten Satz zu hören, für den Bosch sich viel, aber nicht zu viel Zeit nimmt. Auch im größten Ritardando gehen ihm nicht der Impuls nach vorne und die Leichtigkeit verloren. (das Orchester 09/2007, Johannes Killyen)

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Bruckner, Sinfonie Nr. 4 Es-Dur "Romantische"

Livemitschnitt des Konzertes "Bruckner ins St. Nikolaus" am 01. Juni 2008

Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30814 (CD)

"... ein frischer, offenporiger Bruckner sozusagen. Die Einspielung bedeutet ein weiteres Wegstück auf jenem eigenständigen Brucknerweg, den Marcus Bosch sein Aachener Orchester abseits des Grossen Zentren selbstbewusst und konsequent eingeschlagen haben." (Musik & Theater, Mai 2009)

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Bruckner, Sinfonie Nr. 5 B-Dur

Livemitschnitt des Konzerts "Bruckner in St. Nikolaus" am 16. Mai 2005
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30509 (CD)

"Diese Fünfte hat etwas ganz Erhabenes, etwas direkt Sakrales und ermöglicht eine grandiose Klangerfahrung." (Pizzicato 04/2006)

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Bruckner, Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Livemitschnitt des Konzertes "Bruckner in St. Nikolaus" am 01. Juni 2009.

Musikalische Leitung Marcus Bosch
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30914 (CD)

"Anton Bruckner hat seine A-Dur –Sinfonie selbst als seine „keckste“ bezeichnet. Marcus Boschs Interpretation hört man diese gewisse Leichtigkeit an, die jedoch ins Leichtfertige eben nicht abgleitet. Ein ungestörter musikalischer Fluss durchzieht die Musik; sehr klar und souverän wählt Bosch die Tempi, schafft wohlproportionierte, ordnende Beziehungen unter den Motiven, Themen und Sätzen. (…) Bosch führt das Sinfonieorchester Aachen wie selbstverständlich durch die Partitur. Es erweist sich gerade am Bruckner-Zyklus, welche Früchte die Zusammenarbeit zwischen Dirigent und Klangkörper in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Mit dieser Aufnahme wird Aachen weiter im Konzert der Grossen ein gewichtiges Wort mitreden." (AN/AZ)

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Bruckner, Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Livemitschnitt des Konzerts "Bruckner in St. Nikolaus" am 31. Mai 2004
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30405 (CD)

"Für Klangästheten besteht eine hervorragende Möglichkeit, sich vollkommen in Bruckners Tonwelt zu verlieren." (Klassics.com 07/2005)

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Bruckner, Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Livemitschnitt des Konzerts "Bruckner in St. Nikolaus" am 09. Juni 2003
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30301 (CD)

"The sound is extremly good. Aachen should be proud of this enterprise." (Int. Rec. Review 04/2005)

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Bruckner, Sinfonie Nr. 9 d-Moll

Livemitschnitt des Konzerts "Bruckner in St. Nikolaus" am 28. Mai 2007
Weltersteinspielung
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30711 (CD)

"Diese Aufnahme gehört in jede Brucker-Diskographie." (www.klassik.com, 04.01.2008)

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Dvořák Sinfonie Nr. 3, Sinfonie Nr. 7

Staatsphilharmonie Nürnberg
Marcus Bosch, Dirigent

COV 31212 (CD)

Symphonien Nr. 3 und 7

Der Böhme Antonin Dvorak - er hat es Nürnbergs Generalmusikdirektor Marcus Bosch angetan. Anfang des Jahres 2012 startete Bosch mit der Live-Einspielung von Dvoraks eher unbekannter 3. und der gut zehn Jahre später entstandenen 7. Smphonie - jetzt liegt die CD als Auftakt zu einer Gesamteinspielung aller neun Sinfonien des uns scheinbar so vetrauten "böhmischen Brahms" in einer ebenso filigran-tänzerischen wie zupackenden selbstbewußten Interpretation des Nürnberger GMD vor.

Mit seinen ambitionierten CD-Projekten unterscheidet sich Bosch deutlich von seinen Vorgängern im Amt. Schon in seiner Zeit als Aachener GMD und der Gesamteinspielung aller Brahms- und Bruckner-Symphonien dokumentierte er seinen Anspruch, bleibende, nachhörbare Konzererlebnisse zu schaffen, die sein Theaterorchester weit über den städtischen und regionalen Wirkungsgrad hinaus profilieren und positionieren. Ein höchst identitätsstiftendes und damit auch motivierendes Mittel, Höchstleistungen zu ermöglichen jenseits einmaliger Konzerte. In Nürnberg ist ihm eine solche "Anschubmotivation" gleich zu Beginn seiner Ära 2011 mit der international beachteten "Meistersinger"-Premiere gelungen, die er in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk - Studio Franken und Coviello Classics sogleich für DVD festhalten ließ. Ein Auftakt mit Paukenschlag!

125 Jahre ungespielt

Nun also Dvorak mit einer Weltersteinspielung des 2. Satzes der 7. Symphonie, dessen Noten in einer neuen Urtextfassung bei Bärenreiter herausgekommen sind und so seit der Uraufführung nie wieder zu hören war. ...

Eine CD mit Kraft

Denn Bosch zeigt sich in seiner Affinität für dramatische Steigerungen und dem melancholisch gefärbten Grundton beider Sinfonien als bekennender Romantiker, der allerdings auch ein vitales Interesse an der Durchsichtigkeit der Partituren hat. ... Die Nürnberger Staatsphilharmonie fühlt sich in diesem Kolorit spürbar wohl. Eine CD voller Temprament und Leidenschaft! (Ursula Admaski-Störmer BR Klassik)

 

Seelenmusik aus Böhmen

Erste CD der Nürnberger Dvorak-Edition erschienen

Mit Sieben-Meilen Stiefeln hat Marcus Bosch sein Amt als Lenker der Staatsphilharmonie Nürnberg angetreten: Mit den "Meistersingern" (auf DVD erhältlich) und dem in fünfzig Kinos übertragenen "Tristan" verschaffte er dem Staatstheater auch mediale Erfolge. Und nun erscheint der erste Teil der Antonin-Dvorak-Edition.

Auch in einem Komponistenleben geht nicht immer alles glatt. Und so kam es, dass die dritte Sinfonie Es-Dur (op. 10) als erste von letztlich dann neun Beiträgen Antonin Dvoraks (1841-1904) zu diesem Genre uraufgeführt wurde. Das war 18734, also zwei Jahre bevor Dvoraks großer Förderer Johannes Brahms seine erste Sinfonie, die man später als "Beethovnes Zehnte" nannte, in Karlsruhe herausbrachte.

Die Staatsphilharmonie hat sich vorgenommen, alle Sinfonien beim Darmstädter Label "Coviello Classics" einzuspielen und startet auf der ersten CD mit den Nummern Drei und Sieben. Der Berliner Sender Deutschlandradio Kultur zeichnet dafür regelmäßig Philharmonische Konzerte in der Meistersingerhalle auf.

Das Erstalbum aus der Reihe, die am Ende zu einer Fünfer-Box wachsen soll, ist ein Vollbad für Klangschwelger und reinste Seelenmusik. Dabei darf sich das Orchester auch mit dem Titel "Weltersteinspielung" schmücken, denn der langsame Satz der 7. Sinfonie, das Adante sostenuto, richtet sich nach der neuen Urtext Edition des Kasseler Musikverlags Bärenreiter. Das duftende, tänzerisch-ausgelsassene Scherzo der Siebten oder auch der zentrale Trauermarsch in der Dritten: Alles wird von der Staatsphilharmonie intensiv zum Klingen und Schwingen gebracht. Im Mai 2013 geht es mit der sinfonischen Dichtung "Der Wassermann" (op. 107) und der Sechsten weiter. Hoffentlich weiter in dieser Klangkultur. (Jens Voskamp, Nürnberger Nachrichten vom 21.11.2012)

 

 

Nürnbergs GMD Marcus Bosch auf CD

Dvoraks Melodien und Bruckners Kosmos

Seit dieser Saison ist Marcus Bosch voll da: Er hat die Stelle des Nürnberger Generalmusikdirektors, die er in der Spielzeit 2011/2012 nur komissarisch und parallel zum GMD-Posten in Aachen bekleidete, nun auch offiziell angetreten.

Sein umfangreiches Repertoire mit Schwerpunkt in der Epoche der Romantik hat er bereits in Aachen mit zahlreichen CD-Aufnahmen dokumentiert. Diese Aktivitäten setzt Bosch in Nürnberg fort, mit der Staatsphilharmonie Nürnberg will er in den nächsten Jahren sämtliche Sinfonien des tschechischen Komponisten Antonin Dvoraks einspielen.

Die erste CD mit Dvoraks 3. und 7. Sinfonie ist vor Kurzem erschienen, sie überzeugt durch ein griffiges und plastisches Klangbild. Insbesondere die Streicher geben den oft von der böhmischen Folklore beinflussten melodischen Motiven dieser Werke einen warmen und vollen Klang, ohne dabei die kompositorischen Strukturen zu überdecken. Zusammen mit den farbigen, gut ausbalancierten Akzenten der Holzbläser beweist Bosch als Dirigent erneut jene Qualitäten, die man bei ihm auch aus Konzertsaal und Orchestergraben kennt: Er hat einen sinnlichen Zugriff auf die Musik und hält sich dabei eng an die im Notentext angelegten Intentionen des Komponisten - ein "poliertes" aufgebauschtes Klangbild ist seine Sache glücklicherweise nicht. Als akustische Visitenkarte von Nürnbergs GMD und "seiner" Staatsphilharmonie ist diese Aufnahem uneingeschränkt zu empfehlen.

Wie gut Bosch die großen, universellen Dimensionen von Anton Bruckners Sinfonik zu einer stimmigen Interpretation zusammenfügen kann, beweist die nun erschienene, aus zehn CD´s bestehende Box mit sämtlichen Sinfonien des österreichischen Komponisten. Dieses Großprojekt aus Boschs Aachener Zeit hat editorischen Wert, denn es umfasst auch dei selten dokumentierte "Studiensinfonie" in f-Moll, sowie die "nullte / annulierte" Sinfonie in d-Moll. Außerdem wurde die unvollendete 8. Sinfonie hier erstmals in der 2006  von Cohrs / Samale revidierten Neuausgabe des Finalsatzes aufgenommen. (Thomas Heinold, Nürnberger Zeitung vom 18.12.2012)

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dvořák Sinfonie Nr. 4, Sinfonie Nr. 8

Staatsphilharmonie Nürnberg
Marcus Bosch, Dirigent

COV 91412 (CD)

The continued lack of Dvorak's symphonies 1-5 amidst a continuing flurry of SA-CD recordings of Symphonies 8 and 9 approaches a musical and marketing travesty. But here at last we have a projected complete symphonic cycle, which already has symphonies 3 and 4 in its first two issues.

From his much-praised Brahms and Bruckner sets for Coviello Classics, Marcus Bosch turns to Dvorak, in a series of live performances by the Staatsphilharmonie Nürnberg. The orchestra is the largest in the metropolitan region of Nuremburg, and the largest opera and concert band in Bavaria. Its history goes back to the city's Town Band of 1377. Christian Thielemann was a prior General Music Director, and Marcus Bosch took over in 2011. The orchestra is famed for its premièring of works by Blacher, Henze, Hiller, Hindemith, Ligeti, Penderecki and Zimmermann.

In order to percieve Dvorak's creative personality as a whole, it is essential to encounter his lesser-known works, a fact well-known to István Kertész in recording his Decca complete set, still a pre-eminent production. Even in his early years, Dvorak was no apprentice; indeed as a composer with the ability to create a series of masterpieces over a broad range of musical forms, he has been hailed as the greatest composer of the last half of the nineteenth century.

The first five symphonies were conceived as an experimental phase of coming to terms with classical or romantic styles, melding these with the folk songs, dances, rhythms and orchestral colours of his Czech motherland. The Fourth comes in the D minor key of Beethoven's Ninth, but only tinkers with gravitas for a short first movement introduction. Undoubtedly classical, it continues in a half stern, half lyrical vein, with rhythmic fragments from the woodwind, a big climax in the minor and a gracious waltz. Bosch rightly includes the repeat, leading to the development where the rhythmic fragments and the waltz are pitted together. In the recapitulation, the ebullience of the waltz has become subdued, and the movement ends with more development of the big minor tune which began the movement.

The second movement is a theme and variations, a form in which Dvorak was a master. Imitating the opening instrumentation of Wagner's Tannhaüser's overture, it is a work of great beauty, with only one stormy outburst, which soon subsides to washes of colour from the harp and strings. The scherzo draws upon the composer's love of trains, surging, chugging and vividly rhythmic, while the Finale combines a dark primal motive, a lyrical second subject and a mock-pompous whirl of fun.

In the "live in every sense" of their playing, Bosch and the Nurenburg Philharmonia provide an often revelatory reading of the Fourth which belies its neglect. Violins (granted, not as rich as those of the Czech Philharmonic, but lithe and lissom) are arrayed very clearly with firsts on the left and seconds on the right. The brass are deeply sonorous and brilliant in turns, while the woodwind play with flexible and imaginative phrasing. The same parameters apply to the Eighth Symphony, which has a particularly tense but fizzing finale which makes me wonder how the audience managed not to burst out in applause.

Mielke Bergfeld's Musikproduktion company are well known for their expertise in producing excellent concert captures with their own specially equipped control room and recording van. The lovely bloom of the Meistersinger Hall sounds fine in stereo, but it comes to life in the 5.0 multichannel track, where the sonic location of every instrumental group in a wide and deep perspective makes for a very realistic recording. The transparency of sound is quite remarkable.

At the time of writing, the only competition for this disc is Dvorak: Symphonies Nos. 4 & 8 - Macal. The performances are broadly similar, although there is more tension and focus from Bosch, whose performances I would prefer. If you are looking for multichannel, then go for Bosch, since the pseudo "multichannel" of Exton is pathetic. Macal's Rudolfinium value lacks the transparency of the Nuremburg Hall because of its heavy reverberation.

Having greatly enjoyed this disc, I look forward to Symphonies 1,2 and 5; then at last we will have a complete cycle in a fine multichannel recording. Self-recommending!

Copyright © 2014 John Miller and SA-CD.net

 

Antonin Dvorak: Symphonien Nr. 4 und 8

... Wie schon beim Aachener Bruckner-Zyklus macht Bosch auch hier beim Dvorak-Zyklus keine großen Umstände und lädt sein Hauslabel Coviello einfach ins Konzert ein und lässt live mitschneiden. Offenbar hatte im Februar in Nürnberg niemand Husten, denn die Aufnahme klingt tadellos. Und entwickelt den Charme und Fluss, den Bosch und der gerade bei den Bläsern kostbar besetzte Klangkörper entwickeln, wenn sie gut drauf sind.

Nun, Boschs Dvorak meidet folkloristisches Pathos.... . In den dynamischen Höhepunkten aber zaubert Bosch ganz große Gefühle, wie dann sehr ausgiebig in der berühmten Achten. Die Themen schwingen, die Tempi sitzen, das Blech glänzt, die Celli schmatzen herzerweichend, die Soloflöte singt sich in den Himmel. ...

Armin Kaumanns in der Aachener Zeitung

 

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Dvořák Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76

Symphonische Dichtung Op. 110 / Die Waldtaube
Staatsphilharmonie Nürnberg
Marcus Bosch, Dirigent

COV 91512 (CD)

Dvoraks musikalische Wurzeln

Die CD mit der 5. Symphonie ist fertig: Die Gesamteinspielung der Symphonien von Antonin Dvorak durch die Staatsphilharmonie Nürnberg unter GMD Marcus Bosch kommt voran, zwei CDs und drei Symphonien fehlen noch, bis 2017 wird der Zyklus vollständig sein. ...

...Mit seinem Faible für Dvorak folgt er dem Trend zum Regionalen: nicht tschechisch, sondern böhmisch, die Betonung des Liebenswürdig-Regionalen in einer globalisierten Welt, die Identifikation Nürnbergs mit seiner östlichen Nachbarschaft und Nachbarstadt Prag. ...

Diese spezielle Authentizität hat Bosch schon vor Jahren bei einer Art "Erweckungserlebnis" kennegelernt: bei  einem Dirigier-Meisterkurs in Olmütz. Danach wusste er wie böhmische Musiker Dvorak spielen. Denn bei dem kommt es auf Authentizität an: "Brahms oder Bizet haben Ungarn oder Spanien nur imitiert, Bartok hat Ungarisches, Rumänisches gesammelt, aber Dvorak hat Böhmisches gelebt!" ... Boschs Konzept: "Ich will diese Musik mit viel Zug nach vorn und ohne jede Aufblähung spielen lassen. Das Motorische hat meinen Zugang zu Dvorak geprägt." Und das authentisch Böhmische, "das kommt einem durch die Instrumentierung sowieso entgegen." Da baut Bosch auch in der 5. Symphonie besonders auf die Klarinetten: "Unsere sind wunderbar!"..."Dvorak ist ein Komponist, der uns wieder viel zu sagen hat, der Entdeckungen ermöglicht, etwa die der Urfassung der 7. Symphonie. Die haben wir als Welt-Ersteinspielung herausgebracht."

Uwe Mitsching in den Nürnberger Nachrichten vom 30.09.2015

 

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Dvořák Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60

Vodnik op. 107 / Der Wassermann
Staatsphilharmonie Nürnberg
Marcus Bosch · Dirigent
COV 31316
Vodnik op. 107 / Der Wassermann
Staatsphilharmonie Nürnberg
Marcus Bosch, Dirigent

COV 31316 (CD)

Nach Brahms und Bruckner steht seit Anfang letzten Jahres der Böhme Antonin Dvorák auf der To- Do-Liste des Nürnberger Generalmusikdirektors Marcus Bosch. Alle neune sollen es sein. Mit der nun vorliegenden Einspielung der 6. Sinfonie hat er nach den Symphonien Nr. 3 und 7 in nicht einmal zwei Jahren das erste Drittel der Gesamteinspielung bereits im Kasten.

Auch hier basiert die Aufnahme auf einem Konzertmitschnitt. Im Mai dieses Jahres stand Dvoraks Sechste neben dessen programmatischer symphonischer Dichtung "Der Wassermann" auf dem Programm, Dvoraks erste späte Auseinandersetzung mit den musikalisch-assoziativen Bilderwelten, in denen Smetana, Liszt oder auch Strauss längst in traumwandlerischer Sicherheit beheimatet waren.

65 beglückende Minuten

Die gemeinsame Spurensuche von Marcus Bosch mit seiner Staatsphilharmonie Nürnberg nach dem böhmischen im Brahms'schen Gewand und nach dem böhmischen in Hain und Sage des Antonín Dvorák, nach den Zauberwelten zwischen Naturmystik und Ballade dauert knappe 65 beglückende Minuten. In diesen Minuten entfaltet sich ein Tableau zwischen elegant blühender Holzbläserwärme, schwelgerisch-sinnlicher Melodieführung in den Streichern, raffiniert-dezenten Dialogpassagen und rasant-überschwenglich bodenständigem Volkston. Das Scherzo im Furiant der 6. Symphonie bürstet Bosch scharf gegen den Strich, setzt die Gegenrhythmik des so typischen Zweier- und Dreierrhythmus genau dahin, woher sie stammt - auf den Tanzboden böhmischer Feste. Da packen Überschwang und Leidenschaft, Ausgelassenheit und überschäumende Freude kräftig zu und als Hörer fühlt man sich unmittelbar in ein Dorffest hineinkatapultiert.

(Bayerischer Rundfunk, Ursula Adamski-Störmer, 29.11.2013)

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Dvořák Sinfonie Nr. 9 e-Moll "Aus der neuen Welt"

Staatsphilharmonie Nürnberg
Marcus Bosch, Dirigent

COV 91618 (CD)

...Der Nürnberger GMD Marcus Bosch legt in diesen Tagen eine weitere Einspielung des gesamaten sinfonischen Werks des böhmischen Komponisten vor: mit der in den USA uraufgeführten und dort sogleich stürmisch gefeierten 9. Sinfonie "Aus der neuen Welt" zweifelsohne dessen populärste Schöpfung. Der 46-Jährige bleibt hier mit der Nürnberger Staatsphilharmonie seinen Interpretationsidealen treu: Die lichte Textur der Instrumentengruppen wird von einem federnd elastischen Rhythmus in organischen Tempi vorwärtsgetragen, die melodisch durchwirkten Motive leuchten in farbiger Vitalität und brauchen keinerlei zusätzliches Pathos, um ihr Wirkung zu entfalten. Der historisch informierte, auf die ursprünglichen Intentionen des Komponisten setzende Dirigerstil ist ja ein Markenzeichen von Bosch. ...Thomas Heinodl in der Nürnberger Zeitung vom 19.10.16.

...Eine Einspielung, die der derzeitigen Neubwertung romantischer Musik entspricht...Kulturtipp der Neuen Osnabrücker Zeitung von 15.11.16

...Zusammen mit der Staatsphilharmonie Nürnberg hat Bosch auch einen Dvorak-Zyklus eingespielt, von dem nun die neunte Sinfonie ("Aus der neuen Welt") erschienen ist. Das Stück leidet ja unter einer Art Überpopularität. Gerne auch mal für dumme Werbetrailer missbraucht. Dabei handelt es sich um eine der großartigsten Schöpfungen der Gattung, der man aber gleichwohl mit großer Seriosität gegenübertreten muss. Genau so geht Bosch seine Aufgabe an, das ist durchaus hochemphatisch, wenn die Musik es verlangt, nie aber unkontrolliert. Es klingt mitreißend, begeisternd - und im besten Dvorak´schen Sinne "erzmusikalisch". Die Rheinpfalz 25.02.17

 

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Händel, Alexander - Fest

oder Die Macht der Musik
Livemitschnitt des Konzertes im Alten Kurhaus am 05.05.2007
Dorothee Mields, Sopran
Judith Berning, Alt
Paul Agnew, Tenor
Woong- jo Choi, Bass
Aachener Kammerchor
Overbacher Kammerchor
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30715 (CD)

"Eine rundum gelungene Interpretation" (Aachener Nachrichten/Aachener Zeitung)

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Klose, Ilsebill

Nobert Schmittberg (Der Fischer)
Sabine Türner (Ilsebill)
Jaroslaw Sielicki (Der Wels)
Opernchor, Extrachor und Kinderchor Theater Aachen (Einstudierung David Marlow)
Sinfonieorchester Aachen
Musikalische Leitung Marcus Bosch

Das Märlein von dem Fischer und seiner Frau - Eine dramatische Symphonie in 5 Bildern, Libretto von Hugo Hoffmann nach dem Grimm'schen Märchen "Von dem Fischer un syner Frau"

JPC 3493274 (CD)

"(…) Liebhaber des spätromantischen Repertoires dürften begeistert sein von dieser lobenswerten Ausgrabung, den Aachener Musikern darf man dafür grosse Anerkennung aussprechen. Die jetzt als Livemitschnitt veröffentlichte Aufnahme beweist, wie kompetent GMD Marcus Bosch und das sinfonieorchester Aachen sich mit der an Details überquellenden Partitur auseinandergesetzt hatten. „Ilsebill“ klingt zunächst wie ein filigraner „Ariadne auf Naxos“-Strauss(…)" (Opernglas)

 

Der bei CPO veröffentlichten Aufnahme liegt eine szenische Aufführung des Theater Aachen vom Mai 2004 zugrunde, die der WDR mitgeschnitten hat. Marcus Bosch lässt das ausgezeichnete Orchester des Hauses funkeln, bedient eine reiche Palette an Klangfarben und sorgt immer wieder für gut disponierte Steigerungen. Er zeigt, wie detailreich Klose hier instrumentiert hat, wie überlegt die sinfonische Anlage ist und sorgt für den großen spätromantischen Atem, der sich zum Fluss steigert. Das gute Sängerensemble des Theater Aachen wird in den drei Hauptpartien von Gästen ergänzt.
(...) Orchester, Chor und Solisten unter Marcus Bosch ist es zu verdanken, dass Friedrich Kloses ‘Ilsebill’ mit ihrer musikalischen Substanz zu überzeugen weiß. Als musikdramatisches, bühnentaugliches Werk jedoch bleiben beim bloßen Hören Zweifel. So ist die vorliegende Aufnahme eine vor allem musikhistorische interessante Ausgrabung, die einmal mehr Aufschluss über jene operngeschichtliche Lücke zwischen Wagner und Strauss gibt, die kaum eine deutsche Oper hervorgebracht hat, die sich bis heute dauerhaft auf den Spielplänen gehalten hat. (klassik.com)

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Mahler, Sinfonie Nr. 2 c-Moll "Auferstehung"

Livemitschnitt des Konzertes aus Anlass der Wiedereröffnung des Eurogress Aachen am 17. September 2005
Carola Höhn, Sopran
Anke Vondung, Mezzosopran
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Eurogress Aachen

Zu beziehen über: Theater Aachen (CD)

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Mendelssohn Sinfonie Nr. 2 "Lobgesang"

Michaela Maria Mayer, Sopran
Katharina Hagopian, Sopran
Mark Adler, Tenor
Chor der Vocapella
sinfonieorchester Aachen
Marcus Bosch, Musikalische Leitung

COV 31209 (CD)

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Mendessohn Bartholdy, Sinfonie Nr 1 & 5

Livemitschnitt des 7. und 8. Sinfoniekonzertes 2009
Musikalische Leitung Marcus Bosch
Sinfonieorchester Aachen

Coviello Classics / Deutschlandradio Kultur

COV 30910 (CD)

"Welch hohen Standard das Sinfonieorchester Aachen unter seinem GMD Marcus R. Bosch erreicht hat, belegt auch diese neue CD. (...)
Wohlklang, vitale Tempi und Phrasierungen, Mendelssohn'schen Sturm und Drang, bei der "Reformations-Sinfonie" den ganzen Ernst der Lage, sprich: die Pracht der Musik im Dienst der reformatorischen Zweitwende. (...) Bosch geht beherzt zu Werke, setzt auf den Schwung des Live-Erlebnisses und hat doch sehr genau gearbeitet."
(AN/AZ, 12. September 2009)

(...) Lebendig und spannungsreich weiß Bosch die Ausdruckscharaktere im Allegro molto der c-Moll-Sinfonie zu zeichnen. Die drahtige Agilität seiner Musiker hat er dabei stets unter voller Kontrolle, alles Lärmende, wozu der Gestus dieses Satzes herausfordern könnte, versteht er auszublenden, ohne dabei die Impulsivität und die Artikulationsschärfe in irgendeiner Weise zu schmälern. Das Orchester bewältigt seine lesart unangesterngt und mit der nötigen Flexibilität und mit einer Klanggebung, die immer plastisch und durchsichtig bleibt. beachtlich ist auch die erreichte Balance im Andante zwischen den diesem Satz eingeschriebenen weich gerundeten lyrischen Melodiebögen (mit schmiegsamen, edlen Holzbläserfarben!) und den mit einer vibierend aufgerauten Schraffur versehenen und kontrastierend dagegen gesetzten Passagen. Auch die geschmeidig aus alternierenden Streichergruppen heraus zu einer einheitlichen Klanglinie verblendeten Melodiebögen im Trio des ansonsten recht handfest anpackten Menuetto gereichen der bemerkenswerten Klangkultur der Aachener zur Ehre. Den tempramentvollen Zug des Finalsatzes versteht Bosch in ein klug gerastertes und differenziert ausgesteuertes Profil zu kleiden. Dessen drängenden und nervigen Impetus weiß er vor jeglicher Aufdringlichkeit zu bewahren, und selbst der Stretta am Schluss scheint er maßhaltende Zügel angelegt zu haben.
(Werner Bodendorff, Das Orchester, 04/2010)

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Mozart, concertos for two pianos KV 365

Klavierduo Anna & Ines Walachowski
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Oehms Classics

OC 566 (CD)

„Wie mit einem Seidenfaden spinnt Dirigent Marcus Bosch das glanzvolle Klangkleid des Sinfonieorchesters Aachen…Eine bessere Vorlage hätten sich die beiden jungen Pianistinnen Anna und Ines Walachowski kaum wünschen können.“ (Fonoforum)

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Mozart, Geistliche Werke

Krönungsmesse KV 317, Exsultate, jubilate KV 165, Vesperae solennes de Confessore KV 339, Ave verum KV 618
Livemitschnitt des Domkonzerts am 04. März 2006
Dorothee Mields, Sopran
Mélanie Forgeron, Mezzosopran
Christoph Witmann, Tenor
Martin Berner, Bariton
Chor der vocapella
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30607 (CD)

Was bleibt im Rückblick auf das Mozart-Jahr vom Wust an kommerziellen Gedenkgaben und selbstaufopfernden Produktionen wirklicher Musikenthusiasten?
Vielleicht die Einsicht, dass es zum Beispiel in Aachen einen tüchtigen Generalmusikdirektor gibt, der mit dem Chor der "Vocapella", namhaften Solisten und dem städtischen Orchester zwei Konzerte im Jublejahr gab, deren Mitschnitt nun auf CD nachgehört werden kann: Aufgeführt wurden die berühmte "Krönungsmesse" KV 317, die Motette "Jubilate, exultate" mit der fabelhaft leicht tönenden Sopranistin Dorothee Mields, die "Vesperae solemnis de confessare" KV 339 sowie das "Ave verum corpus" KV 618. Marcus Bosch, der die "Vocapella" 1990 gründete und seit 2002 als GMD in Aachen wirkt, bemüht sich um einen schlanken Klang, deutliche Aussprache bei den Sängern und lebendige Artikulation bei den Streichern. Das klingt nach wenig und ist doch so viel, wenn es konsequent und beherzt angegangen wird. Das Maß an vorbereitender und kontinuierlicher Arbeit, die dahinter steckt, wissen wahrscheinlich nur diejenigen ganz einzuschätzen, die als Musiker solche selbst erfahren durften; die anderen ahnen vielleicht, dass es seine Zeit dauern mag, ein traditionsreiches Orchester - Fritz Busch, Herbert von Karajan und Wolfgang Sawallisch standen einst als GMD am Aachener Pult - vom früheren romantischen Klang zumindest zeitweise in die Nähe eines modernen Mozart-Klangs zu bewegen.
Dabeit tut Marcus Bosch den aufgeführten Werken keine Gewalt an im Sinne radikaler Neuerer der sogenannten historischen Aufführungspraxis, versucht aber, dort gewonnene Erkenntnisse vor allem in der Klanggebung und im Tempo sinnvoll auf einen traditionellen Apparat zu übertragen. Die flexiblen Streicher sind dabei am auffallendsten, die Bläser setzen ihre Akzente behutsam und die Solisten passen sich dem Angestrebten an.
Die Mezzosopranistin Mélanie Forgeron, der Tenor Chruistoph Witmann und der Bass Martin Berner komplettieren das Vokalquartett dieser Aufnahme solide, der Chor singt durchweg sauber und engagiert, das Orchester spielt insgesamt routiniert und - etwa im "Laudate dominum" der Vesperae - geradezu liebevoll begleitend. Also letztlich doch Durchschnitt?
Wenn der musikalische Standard deutscher Städte heute auf solchem Niveau liegt, muss man sich wegen des „Durchschnitts“ nicht fürchten. Insofern dokumentiert diese CD eindrucksvoll den Stand der Dinge außerhalb der großen Musikzentren im Mozart-Jahr 2006
(Matthias Roth, Das Orchester, 02/2007)

 

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Reznicek, Konzertstück E-Dur für Violine & Orchester

Sophia Jaffe, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Marcus Bosch, Musikalische Leitung

CPO 7136658 (CD)

...The performances under Marcus Bosch are very decent and affectionate, and Sophie Jaffé is a sweet-toned soloist in the Konzertstück. No revelations here, but well worth a listen if you’re curious about a figure once hailed, as the booklet tells us, as the equal of Strauss and Pfitzner. - Hugo Shirley in grammophone Nov 2016

...These genial, generous works are beautifully and lovingly played and recorded. - Jonathon Woolf in Music Web international

...Imposant ist Řezníčeks Instrumentierungskunst und das lichte Klangbild dieser Aufnahme. Dazu trägt das absolut standfeste Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin bei, das in klanglichen Belangen ein ausgezeichneter Anwalt dieser Musik unter dem scheinbar mühelosen Dirigat von Nürnbergs GMD Marcus Bosch (*1969) ist. Was er mit dem Orchester schafft, ist absolut professionell und klanglich sensationell. Sowohl die Holzbläser erstrahlen hier in festlichem Geschmeide, das Blech in güldener Manier, der Streicherapparat agiert vorbildlich. ... - Manuel Stangorra in Klassik.com am 13.02.2017

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Robert Schumann Sinfonien Nr. 4 & 2 Genoveva-Ouvertüre

cappella aquileia
Marcus Bosch, Dirigent

COV 91621 (CD)

Ein frischer Schumann, intensiv und temperamentvoll, leuchtend die Orchestergruppen, klar die Artikulation, das Atmen und Phrasieren, brillant das technische Vermögen dieses doch eher und ganz bewusst kleineren Orchesters. Die Musik ist auf den Punkt gebracht! Ohne Nimbus und aufgedrückte geheimnisvolle Aura! Der geniale Schumann spricht für sich selbst. - Zugegeben: Ich liebe die Sinfonien von Robert Schumann – bin also schon etwas positiv voreingenommen – andererseits auch sensibel für Interpretationen, die mir nicht gefallen – wie etwa: bürokratische Lieblosigkeit, rhythmische Ungenauigkeiten, Intransparenz, unmotivierte Rubati, Abstinenz vokalen Gestaltens. Hier das genaue Gegenteil von dem. Ein hervorragendes Orchester und ein inspirierter Dirigent. Das ist mal ein Orchester-Debut. Herzlichen Glückwunsch Cappella Aquileia und Dirigent Marcus Bosch! ...Die Größe der Cappella Aquileia scheint mir eine durchhörbare Balance der Orchesterfamilien unter- und miteinander zu ermöglichen. Der Schwung und die Akkuratesse der Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Marcus Bosch lassen diese Interpretation mit ihren stimmigen Tempi leuchten und zu einem berührenden, vielseitigen Erlebnis werden! - Burkhard Egdorf im CD-Tipp vom 11.10.2016 aus der Sendung „SWR2 Cluster“

...Keine lastende Dramatik und Opulenz, vielmehr setzt Bosch bei den Sinfonien 2 und 4 auf Geschmeidigkeit und flinkes Tempo. Bei langsamen Sätzen wie dem Adagio espressivo der Zweiten mag manch einer im Bläser-orientierten Bild die gewohnte meditative Entrücktheit vermissen, dafür punkten Bosch und seine Cappella mit beredter Kantabiliät. Auch wenn die Vorgabe „Presto“ wörtlich genommen wird, mangelt es nicht an Detailgestaltung. Boschs unverbraucht-pointierte Sicht ist mehr als nur diskutabel und sollte vielen Schumann-Kennern zusagen. - Stefan Uhrmacher in der Saarbrücker Zeitung vom 20.10.2016

...Dieser Schumann klingt letztendlich kraftvoll, erscheint in einem erfreulich frischen Klangbild, ist romantisch aufbrausend und sehr detailreich geformt. Wir haben an diesem ungeschminkten Schumann Gefallen gefunden. - Guy Engels in Pizzicato am 19.10.2016

...Schumann klingt hier farbig, vital mitreißend; die technisch versierten Instrumentalisten musizieren auf den Punkt. Auf dieser Einspielung erlebt man, wie jugendlich ein romantischer Komponist klingen kann. ... - Thomas Heinold in der Nürnberg Zeitung am 19.10.2016

Schumann klingt jetzt wieder herrlich transparent und klar. Romantisch und gewichtig freilich, aber niemals schwer. So lässt sich in etwa das Klangbild umschreiben, das die Cappella Aquileia aus dem baden württembergischen Heidenheim für ihre CD-Einspielung mit der vierten und zweiten Sinfonie plus Genoveva-Ouvertüre entworfen hat. Unter Leitung seines Mitgründers Marcus Bosch ist dem Orchester eine rundum schöne und stimmige Interpretation gelungen. Die Musiker nähern sich der Sinfonik Schumanns in einer kleineren Besetzung, als wir es von vielen heutigen sinfonischen Orchestern gewohnt sind. Musiziert wird beispielsweise mit nur acht ersten Geigen. Ein prägnantes Klangbild entsteht, insbesondere im lebhaften Teil des ersten Satzes der vierten Sinfonie, beispielsweise wenn die Streicher durch Tremolo und Tondopplungen energischer und dramatischer wirken sollen. Entsprechend federnder hört sich das Scherzo an. ... - Beste Bewertung mit 5 Punkten - Sven Scherz-Schade in das Orchester, Ausgabe 02 2017

 

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Simons, secret notes

Secret notes op. 19, a tí te toca op. 23, symphony No. 1 op. 26
Livemitschnitt des Sinfoniekonzertes am 15. und 16. Dezember 2004
Klavierduo Anna & Ines Walachowski
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
NorthWest Classics

NWC 412152 (CD)

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Theodorakis, Rhapsody for Cello and Orchestra, Suite from „Les amants de Téruel”

Livemitschnitt des Konzerts aus Anlass der Verleihung des IMC-UNESCO-Musikpreises an Mikis Theodorakis am 04. November 2005
Johannes Moser, Violoncello
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30612 (CD)

„Sowohl die Rhapsodie als auch die Suite zeichnen sich durch ein hohes Maß an kreativer Traditionalität und wundervoller musikalischer Lyrik aus.“ (Neues Leben)

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Verdi, Missa da Requiem

Livemitschnitt des Domkonzerts am 12. Februar 2005
Melba Ramos, Sopran
Gabriele May, Alt
Michael Ende, Tenor
Martin Blasius, Bass
Chor der vocapella
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Sinfonieorchester Aachen
Coviello Classics

COV 30512 (CD)

„Hätte Brahms für diese Darbietung unter uns weilen können, hätte er aufs Neue ausgerufen: Ein einzigartiges Werk, ein Werk eines Genies.“ www.resmusica.com

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Verdi, OBERTO

Cappella Aquileia | Orchester der Opernfestspiele Heidenheim
Marcus Bosch | Musikalische Leitung
Cappella Aquileia, Orchester der Opernfestspiele Heidenheim
Marcus Bosch, Musikalische Leitung

COV 91702 (CD)

Schöne Jungedsünde

"Oberto" ist Giuseppe Verdis erste aufgeführte Oper. Sie kam 1839 an der Mailänder Scala heraus und enthält bereits vieles von dem, was man in späteren Opern des Komponisten wiederfindet, auch wenn das meiste davon noch roh und rau ist. "Oberto" ist auch ein Streifzug durch die Opernkonvention der Zeit; Chöre, Arien, orchestrale Gebrauchsmusiken und durchaus überfallartige Effekte finden sich alle im damals gängigen Opernbaukasten.

Aber alles wirkt frisch und unverblümt, gerade auf der eben erschienenen Einspielung des Werks unter der musikalischen Leitung von Marcus Bosch. Der Nürnberger Generalmusikdirektor leitet seit 2010 die Opernfestspiele in Heidenheim, dort kam der "Oberto" 2016 heraus und wurde für CD mitgeschnitten. Bosch hemdsärmelige Art zu dirigieren passt bestens zu dem Frühwerk, die Besetzung ist beeindruckend, vor allem Anna Princeva und Katerina Hebelkova. ... ETHO in Hörenswert, Süddeutsche Zeitung vom 17.03.2017

 

Giuseppe Verdi: Oberto

...Der Heidenheimer Live-Mitschnitt vermag die musikalischen Meriten prachtvoll auszuloten. Bosch bringt die melodisch reiche und immer pointiert auf den seelischen Zustand ausgerichtete Musik mit seinem Festivalorchester, der Cappella Aquileia, klangschön, agil und sängerfreundlich zu Gehör. Die Solisten wachsen geradezu über sich hinaus. ... Eine auch aufnahmetechnisch hervorragende Produktion, an der nahezu alles stimmt. Pedro Obiera in der Aachener Zeitung vom 17.03.2017 

 

 

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Violinkonzerte der Romantik

Siegfried Wagner, Komponist
Hans Pfitzner, Komponist
Richard Wagner, Komponist
Juraj Cizmarovic, Violine
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
WDR-Rundfunkorchester Köln
Coviello Classics

COV 31104 (CD)

Aachener Nachrichten 08.04.2011
Oft ist Marcus Bosch dem Sinfonieorchester Aachen noch nicht fremdgegangen, wenn es darum ging, Musik auf CD für die Ewigkeit zu bewahren.
Diese Aufnahme mit Violinkonzerten von Hans Pfitzner und Siegfried Wagner nebst Richard Wagners eigenhändiger Bearbeitung des letzten Wesendonck-Liedes für Violine und Orchester ist nun mit dem WDR Rundfunkorchester entstanden.
Dessen Konzertmeister Juraj Cizmarovic spielt die Solo-Violine sehr respektabel, bedenkt man, dass die technisch anspruchsvollen Partien eingebettet sind in ziemlich sperrige, großväterlich bildungsballastige Musik zweier Anti-Modernisten. Pfitzners und Siegfried Wagners Konzerte sind denn auch Nischenprodukte des Klassik-Katalogs, die gleichwohl gerade im überaus farbigen Orchesterpart ihren Reiz haben.
Bosch führt besonders die Streicher zu feiner, blühender Farbe. Siegfried Wagners Opus schwelgt recht charmant aus dem Graben, bei Pfitzner legt sich Bosch mächtig ins Zeug, inszeniert den langsamen, rein orchestralen Satz zu großer Oper, verschafft dem Schlagwerk brillante Auftritte.
Das Wesendonck-Lied "Träume" ist hinreißend edel musiziert. (ark)
Marcus Bosch, WDR Rundfunkorchester: «Romantic Violin Concertos» (Coviello/Note 1)
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Wagner, Das Liebesmahl der Apostel

Nadja Michael, Mezzo-Sopran
Männerchor der vocapella
Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Marcus Bosch, Dirigent

COV 30408 (CD)

LIVE RECORDING
Wagner selbst bewertete "Das Liebesmahl der Apostel" zwar nur als Gelegenheitskomposition, doch unterschlägt er dabei den unbestreitbaren Erfolg der Uraufführung und die unmittelbar im Anschluß stattgefundene Drucklegung des Werkes. Kenner werden bemerken, dass er die Konteption des Werkes später in "Die Meistersinger von Nürnberg" und in "Parsifal" wieder aufgegriffen hat. Anlass genug für Marcus Bosch, dem Werk das Vorspiel und den Karfreitagszauber aus "Parsifal" zur Seite zu stellen.
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Wagner, Werke für Kammerorchester

Maria Riccarda Wesseling - Mezzosopran
kammerphilharmonie graubünden
Marcus Bosch - Dirigent

COV 30901 (CD)

Von Wagner gibt es nur ganz wenige Werke in kleiner kammermusikalischer Besetzung gibt. Dass er durchaus für eine solche schreiben konnte, beweist sein populäres Siegfrief-Idyll. Andreas N. Tarkman hat einige Werke Wagners für eine kammermusikalische Besetzung arrangiert und macht dabei auch mit einigen reizvollen Frühwerken bekannt, die sonst ganz im Schatten seiner reifen Opern stehen. Tarkmans Arrangements der Wesendonck-Lieder stellt dabei keine Reduktion der bewährten Mottl-Orchestration dar, sondern ist eine eigenständige Neuinstrumentation.