Marcus Bosch

Pressestimmen

Neujahrskonzert der Staatsphilharmonie Nürnberg

2012/01/03, Opernhaus Nürnberg Jacques Offenbach - Ouvertüre zur Operette "Orpheus in der Unterwelt"
Johann Strauss - Die Pariserin
Johann Strauss - Morgenblätter

Seleccion de Tangos (Arrangiert von Lothar Hensel)

Jacques Ibert - Divertissement
Johann Strauss - Souvenir de Nizza
Joahnn Strauss (Vater) - Der Carneval in Paris
Jacques Offenbach - Abendblätter
Johann Strauss - Champagner-Polka
Eduard Strauss - Mit Chic

Johann Strauss - Kaiserwalzer
Johann Strauss (Vater) - Radetzky Marsch

Solist: Lothar Hensel, Bandoneón
Nürnberger Zeitung, 05. Januar 2012, Egon Bezold
Marcus Bosch kitzelte aus den Polkas die Pointen heraus

... Allenthalben breitete sich gute Laune aus, weil Marcus Bosch, der neue GMD, den Klängen viel Frische und Esprit gab und mit launigen Einlagen moderierte. Gleich zu Beginn driftete die Ouvertüre zur Operette "Orpheus in der Unterwelt" in Pariser Welten. Und dann umschmeichelten Walzer die Zuhörer mit Harmonie-Balsam. ...

... Wenn gut gelaunte Staatsphilharmoniker genussvoll ihre melodischen Bögen ausspielen, dann funktioniert der bombige Neujahrszauber perfekt. Mit Schwung kitzelte Marcus Bosch aus den Polkas die Pointen. Rasant brauste die Polka schnell "mit Chic" von Eduard Strauß über die Runden. Dass Johann Strauß den Champagner richtig sprudeln ließ, nahmen die Zuhörer mit der gleichnamigen Polka op. 121 vergnügt zur Kenntnis. Als der Sektkorken bis hinauf in den Schnürboden knallte, erreichte die beschwingte Atmosphäre im blumengeschmückten Haus ihren Höhepunkt.

Mit Astor Piazzola traf man wieder einmal richtig ins Schwarze. Die Staatsphilharmoniker geizten nicht mit vibrierend rhythmisiertem Spiel in einer "Seleccion de Tangos" (arr. Lothar Hensel). Wie aus dem Nichts kräuselten sich die Rhythmen zu einem rassigen Tango-Schmiss, in die Bandoneón-Virtuose Hensel seine improvisatorischen Künste hineinspielte. Der wehmutvolle melodische Charme und die pralle Lebensfreude, die Piazzola in "Oblivion" verbreitete, zogen in den Bann.

Dass der Franzose Jacques Ibert ein glänzender musikalischer Handwerker war und Esprit, Eleganz und ironisch-burleske Elemlente augenwzinkernd charmant zu bündeln verstand, davon kündete sein spritziges Divertissement. Die Philharmoniker brachten die neoklassizistischen Tendenzen und ironische Distanz glänzend zur Wirkung. ...



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