Marcus Bosch

Pressestimmen

Der fliegende Holländer

2007/08/26, Theater Aachen
K. West, 01. Oktober 2007, REM
Sentas Traum - Wagners Holländer in Aachen

(…) So will es die Tradition, die auch Meisters Frühwerke stets vom späten Schaffen her denkt. Marcus Bosch, aufstrebender GMD in Aachen, sieht das anders. Er stellt den frühen Wagner musikalisch in die Tradition, die den jungen Kapellmeister umgab: Carl- Maria von Weber, die deutsche Spieloper Lortzings, auch Bellini und der künftige denunzierte Meyerbeer. Nicht zuletzt diese entschlackte Lesart macht Wagner für die mittleren Dimensionen des Hauses kompatibel. Auch die Regie straft erneut das Etikett >>Provinz<< Lügen. Schon im Frühjahr war Aachen nach langer Wagner- Abstinenz mit einem überzeugenden >>Lohengrin<< am Brandauer- Desaster in Köln vorbei gezogen. Bosch hält einen schlanken, federnden, niemals breit lärmenden Wagner- Stil konsequent durch und ist den exzellenten Sängern ein umsichtiger Begleiter. (…) In Aachen hingegen weiß man, was man tut.

Der fliegende Holländer

2007/08/26, Theater Aachen
Der Opernfreund, 03. September 2007, Martin Freitag

(...) Marcus Bosch ist wirklich eine sichere Bank des Aachener Sinfonieorchesters, die Leistungssteigerung des Kollektivs unter seiner Führung trägt überzeugende Früchte, der musikalische Sturm knallt einem ordentlich um die Ohren, trotzdem hört man gut die Strukturen der einzelnen Stimmen. (...)

Der fliegende Holländer

2007/08/26, Theater Aachen
Der neue Merker, 01. September 2007, Klaus Ulrich Groth

Wagner im kleinen Opernhaus von Aachen ist ein Wagnis für sich. Die notwendige orchestrale Wucht ist nur schwer zu erreichen. Gleichwohl bewies GMD Marcus Bosch mit dem Sinfonieorchester Aachen, immerhin nur einem B-Orchester, durch temperamentvollen und dennoch präzisen Einsatz, dass es funktionieren kann. Bosch würde übrigens mit seinem jugendliche Ungestüm und der Fähigkeit zur transparenten Durchdringung gut zu de „jungen Wilden“ auf dem Grünen Hügel passen. (...)

Der fliegende Holländer

2007/08/26, Theater Aachen
Netecho, 28. August 2007, Sibylle Offergeld
Von alten Gespenstern und ewiger Klangkraft

(...)Nach rund dreistündigem Klangerlebnis, einfühlsam und mitreissend gestaltet vom musikalischen Leiter Marcus Bosch, liessen Musikfreude beglückende Vibrationen nachschwingen. (...) Über all dem schwebt Wagners illustrierende Musik, die Bilder malt und Stimmungen zeichnet. Sie verwischt die Konturen sozialer Funktion. Ihr galt der grösste Beifall des Premierenpublikums.

Der fliegende Holländer

2007/08/26, Theater Aachen
Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten, 28. August 2007, Armin Kaumanns
Im Schlachthaus schwarzer Phantasien

(...) Alles hatte so schön angefangen. Marcus Bosch tost mit dem Sinfonieorchester Aachen durch die Ouvertüre, dass es rauscht, singt und klingt. Dynamik, Brillanz und Transparenz im Übermass. (...) Musikalisch ist Wagner in Aachen wieder – nach dem Lohnegrin der letzten Spielzeit – in besten Händen. (...)

Der fliegende Holländer

2007/08/26, Theater Aachen
Der neue Merker, 28. August 2007, Dirk Altenaer

Welch ein imposantes Brio, man vermeint die Gischt förmlich zu schmecken: Mit solch einer Verve entfesselt Marcus R. Bosch mit dem fulminanten Sinfonieorchester Aachen die Naturgewalten: Da tobt ein Sturm, ach was ein Orkan peitscht durch den Graben, die Brandung nimmt einem fast den Atem, dabei spielen die Streicher in äußerster Perfektion, bei den Holzbläsern sitz jeder noch so kleiner Triller von den grandiosen Blechbläsern ganz zu schweigen: Hier hat ein Orchester, hat ein Dirigent Lust auf Wagner. War der Lohengrin in der vergangenen Spielzeit (wir berichteten) schon eine Reise wert, so ist der Holländer für jeden Wagnerfreund der es üppig orchestral liebt, ein Muss: Was für ein Auftakt in eine vielversprechende Spielzeit. Es verwunderte mich nicht, wenn Aachens brillanter GMD aus Aachen so peu a peu eine Wagnerpilgerstätte par excellence zaubern würde. Nicht nur das Orchester hat er inzwischen da, wo er es haben möchte auch die Chöre können sich inzwischen mit den besten ihrer Zunft messen. (…) Der Jubel des Publikums nahm angesichts der dargebotenen musikalischen Spitzenleistung auch Orkanstärke an, (…)

Der fliegende Holländer

2007/08/26, Theater Aachen
BRF-Aktuell, 27. August 2007, Hans Reul

Der Abend begann vielversprechend. Das Orchester lässt die ganze Kraft und Verve des Meeresrauschens in der Ouvertüre zu Wagners „Fliegendem Holländer“ klangvoll aufleuchten. Fürwahr, auch zum Saisonauftakt ist es ein Vergnügen die glänzende Entwicklung des Aachen er Orchesters unter der Leitung von Marcus Bosch zu verfolgen. (…) Alles in allem überwiegt bei der neuen „Holländer“-Produktion das Hörvergnügen. Die Inszenierung bringt keine bemerkenswerten neuen Einblicke.

Wagner: "Der fliegende Holländer"

2007/08/26, Theater Aachen Richard Wagner: "Der Fliegende Holländer"
Das Opernglas, 26. August 2007, B. Kempen
Der fliegende Holländer

"Seit der Übernahme des Orchester durch Marcus R. Bosch vor fünf Jahren hat sich aus einem unsicheren Klangapparat eine selbstbewusste und qualitativ souveräne Institution entwickelt, die den Vergleich zum Kölner Gürzenich Orchester oder zu den Essener Philharmonikern nicht mehr zu scheuen braucht. Auch die "Holländer" - Premiere enttäuschte die hoffnungsvolle Erwartungen nicht und wurde zu einem Wagner- Fest für die Ohren. Bosch zelebrierte eine kraftvoll bodenständige und spannungsvoll sensible Interpretation, nah orientiert am romantisch naturlistischen Weber und pfiffig leichter Italiantà."

Konzert mit der Sächsischen Staatskapelle

2006/12/22, Dresden, Semperoper Richard Wagner: Siegfried Idyll« und »Wesendonck-Lieder«
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 1 (Linzer Fassung)

Sächsische Staatskapelle

www.klassik.com, 22. Dezember 2007, Uwe Schneider
Noch ein Höhepunkt zum Jahresende - Marcus Bosch debütiert in Dresden

 

"Mit scheinbar leichter Hand inszenierter Marcus Bosch zu Beginn ein locker, luftiges ‚Siegfried-Idyll’, mit klarem melodischen Fluss, markanten dynamischen Bögen und immer wieder geradezu tänzerischen Passagen. [...]
Marcus Bosch greift diesen Gedanken einer Entschlackung [der 'Wesendocnk-Lieder' in der Instrumentierung von Andreas N. Tarkmann] auf und gewinnt der Kammerbesetzung große Lebendigkeit in der farbigen Ausgestaltung ab. [...] Großer Jubel für Marcus Bosch und die Sächsische Staatskapelle."

Bruckner in St. Nikolaus

2006/06/05, Aachen, St. Nikolaus Anton Bruckner, Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Sinfonieorchester Aachen
Das Orchester, 01. September 2007

Seit seinem Amtsantritt als Generalmusikdirektor des Sinfonieorchesters Aachen hat Marcus Bosch eine (…) beachtenswerte Diskografie vorgelegt, die durchaus einer Linie folgt. Mozarts Requiem und Verdis Requiem sind dabei, Bachs h-Moll-Messe, weitere geistliche Vokalwerke von Mozart sowie das Konzert für zwei Klaviere KV 365, etwas abseits des Rahmens eine Cellorhapsodie von Mikis Theodorakis. Schließlich aber von Anton Bruckner die fünfte, siebente, achte und nun auch dritte Sinfonie – aufgenommen jeweils live und in Superaudio-Qualität in der Aachener St. Nikolauskirche. Eine Vorliebe fürs Sakrale, namentlich Katholische, ist deutlich zu erkennen. Vielleicht zollt Bosch mit diesem „großen“ Repertoire aber auch seinen Amtsvorgängern Fritz Busch, Herbert von Karajan und Wolfgang Sawallisch Respekt, deren Fußstapfen alles andere als klein sind. Wie auch immer: Die Aachener wollen ein Orchester von überregionaler Bedeutung sein – und sie sind es, wenn man dieser Einspielung folgt. Die CD stellt zuerst die Leistungsfähigkeit des Ensembles unter Beweis, dem am Tag des Live-Mitschnitts eine sehr konzentrierte und geschlossnen Leistung gelungen ist. Für ein Kirchenkonzert klingt das Ensemble erstaunlich durchsichtig, klangliche Mängel und Balanceprobleme aus früheren Bruckner-Aufnahmen der Aachener sind behoben. Ausgesprochen warm schmeicheln die Streicher, blitzsauber ausgestimmt sind die Holzbläser, das Blech strahlt gerne und gut – und verschmäht auch scharfe Attacken nicht. Bei allem Bombast ist dem Orchester keinerlei Schwerfälligkeit anzumerken, es reagiert prompt auf die Vorgaben der Dirigenten und ist zu sehr differenzierter Dynamik und Artikulation fähig. (…) Entscheidender ist wohl, dass Boschs Interpretation den Eindruck eines schönen Einklangs von Gefühl und Verstand vermittelt und auf spektakuläre Effekte verrichtet. Keine Steigerung, kein Rubato wirkt zufällig, und doch werden die Bögen nie in ein starres Schema gepresst. Der 1969 gebornen Dirigent m ach deutlich, welch ein Ausnahmerang der Dritten zukommt, diesem existenziellen und so oft kritisierten Geniestreich. Am besten ist das im zweiten Satz zu hören, für den Bosch sich viel, aber nicht zu viel Zeit nimmt. Auch im größten Ritardando gehen ihm nicht der Impuls nach vorne und die Leichtigkeit verloren.

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