Marcus Bosch

Pressestimmen

W. A. Mozart: "Idomeneo"

2018/03/26, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus W.A. Mozart: "Idomeneo"
Operalounge, 28. März 2018, Michele C. Ferrari
Symphonischer Mozart

Musikalisch war es der Abend des Marcus Bosch. Bosch wählte eine kleine Besetzung mit Natur-Blech und historisierenden Pauken und bot einen kantigen, pulsierenden Mozart. Das für eine Seria, die Idomeneo nun einmal ist, typische Primat der Stimmen ignorierte Bosch und erzeugte einen kompakten, im etymologischen Sinne des Wortes symphonischen Klang mit vielen Farben. Er gestaltete feinfühlig und ließ vokale Linie und instrumentale Begleitung als gleichberechtigte Bestandteile verschmelzen.

Premiere "Die Soldaten"

2018/03/20, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus Bernd Alois Zimmermann: "Die Soldaten"
Opera Online, 20. März 2018, Achim Dombrowski
Soldaten mit Laptop

Die Staatsphilharmonie Nürnberg unter ihrem Generalmusikdirekter Marcus Bosch hat sich die Klangwelten von Zimmermann mit großer Meisterschaft erarbeitet. Sowohl die Klangballungen mit aufwendigem Schlagzeug wie auch die sensible Klangstruktur aller anderen Instrumentengruppen werden in einem beeindruckendem Klangkonzept hörbar gemacht.

Premiere "Die Soldaten"

2018/03/17, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus Bernd Alois Zimmermann: "Die Soldaten"
Bayerische Staatszeitung, 23. März 2018, Ralph Schweinfurth
Minimalistisches Bühnenbild, opulente Kostüme

Das um ein Vielfaches erweiterte Orchester (Perkussion, Orgel und Cembalo sind in den Probensaal ausgelagert und werden via Lautsprecher eingespielt) unter der Leitung von Generalmusikdirektor Bosch leistete jedenfalls Großartiges.

Premiere "Die Soldaten"

2018/03/17, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus Bernd Alois Zimmermann: "Die Soldaten"
concerti, 22. März 2018, Peter Krause
Hörtheater statt Multimediaspektakel

Wo sich Konwitschny dem multimedialen Gesamtkunstwerk mit seinen Überlagerungen von Zeitschichten verweigert, lässt Nürnbergs scheidender Generalmusikdirektor die Musik für sich sprechen, nimmt das Monströse der Partitur beim Wort, fächert mit maximaler Detailgenauigkeit, Wachheit und Präzision auf, was Zimmermann so kühn erdacht hat. Boschs glänzend disponierte, extrem geforderte Staatsphilharmonie Nürnberg wirkt derart exzellent vorbereitet, dass die einst von Wolfgang Sawallisch diagnostizierte Unspielbarkeit der Partitur einem lustvollen, leichtgängigen Umgang mit dem hochkomplexen Material gewichen zu sein scheint. Natürlich verfehlen dabei die krassen lauten Stellen ihre Wirkung mitnichten, aber auch die irisierenden leisen Momente arbeitet Marcus Bosch als so fein gewirktes, luzides Stimmengeflecht heraus, dass Zimmermanns Musik eine heimliche, ungeahnte Schönheit entfaltet.

Premiere "Die Soldaten"

2018/03/17, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus Bernd Alois Zimmermann: "Die Soldaten"
Neue Zürcher Zeitung, 20. März 2018, Michael Stallknecht
Wie man mit dem Hammer inszeniert

So oder so bleibt das Werk eine Herausforderung für jedes Theater, auch für Nürnberg, wo es nun nach 1974 schon zum zweiten Mal zu sehen ist. So müssen mehrere Schlaginstrumente sowie Orgel, Klavier und Cembalo aus einem Proberaum ins Haus zugespielt werden. Doch diese rein technischen Herausforderungen lassen sich mit dem entsprechenden Engagement bewältigen, wie die beeindruckend präzis spielende Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung des Nürnberger Generalmusikdirektors Marcus Bosch beweist.

Premiere "Die Soldaten"

2018/03/17, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus Bernd Alois Zimmermann: "Die Soldaten"
Online Musik Magazin, 19. März 2018, Stefan Schmöe
In Liebesangelegenheiten verspekuliert

Sehr eindrucksvoll ist die musikalische Seite. Mit großer Umsicht leitet Marcus Bosch die gute Staatsphilharmonie Nürnberg und hält das riesige Ensemble gut zusammen, gibt den großen Eruptionen Kraft mit Fortissimo bis an die Schmerzgrenze, aber auch vielschichtig differenziert in den vielen leisen Passagen. Hinzu kommt eine glänzende Jazz-Combo und der von Tarmo Vaask einstudierte, sehr überzeugende Chor.[...] Eine musikalische Großtat.

Premiere "Die Soldaten"

2018/03/17, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus Bernd Alois Zimmermann: "Die Soldaten"
Die Deutsche Bühne, 18. März 2018, Sabine Weber
Im Strudel der Zeitspirale

Die unter den Zuschauern auf der Bühne, die zum Orchestergraben hin stehen, konnten der Staatsphilharmonie Nürnberg quasi bei der Arbeit zuschauen, und auch dem GMD Marcus Bosch vor der enorm dicken Partitur, der diesen ganzen Apparat samt Zuspielungen aus dem Off mit einer Seelenruhe koordiniert – eine unglaubliche Leistung! Bernd Alois Zimmermans Musik bleibt ein großes Ereignis.

Premiere "Idomeneo"

2018/02/17, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus Wolfgang Amadeus Mozart: "Idomeneo"
BR Klassik, 18. Februar 2018, Franziska Stürz
Beeeindruckend schöne Mozart-Stimmen

Generalmusikdirektor Marcus Bosch setzt auf die Dramatik in Mozarts Dramma per Musica und serviert mit der Nürnberger Staatsphilharmonie einen satten, flexiblen und romantischen Mozartklang, der die hellen, strahlkräftigen Stimmen wunderbar trägt.

Premiere "Idomeneo"

2018/02/17, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus Wolfgang Amadeus Mozart: "Idomeneo"
nmz, 18. Februar 2018, Juan Martin Koch
Auf Wiedersehen, Kinder: Mozarts „Idomeneo“ am Staatstheater Nürnberg

Mozarts erstes vollgültiges Opern-Meisterwerk wird [...] durch den beherzten Zugriff der Nürnberger Staatsphilharmonie unter Marcus Bosch zu voller Prachtentfaltung gebracht. Mit historisierenden, herrlich knackigen Blechbläsern und vibratolosem, dennoch nervös vibrierendem Streicherklang bringen sie Mozarts Klangmischungen auf den Punkt, schaffen dann aber auch – wie die Regie – wohltuende Ruhezonen für die nach innen gekehrten Arien oder das herrliche Quartett im dritten Akt.

Premiere "Idomeneo"

2018/02/17, Staatstheater Nürnberg, Opernhaus Wolfgang Amadeus Mozart: "Idomeneo"
Die Deutsche Bühne, 18. Februar 2018, Dieter Stoll
Strandparty mit Octopussy

Noch mehr als die mit allen Wassern waschende Regie [...] das Werk jedenfalls vom ewigen Verdacht der edlen Langeweile befreit, schafft [das] Dirigent Marcus Bosch [mit] dem wunderbar flippigen Hochspannungs-Mozart. Es bebt und knallt im Orchestergraben der Staatsphilharmonie, die ganze Spannweite an unheimlicher Dramatik und heimlicher Komödiantik wird in ständiger Alarmbereitschaft ausgelotet.  Nicht der flächige Teppich-Schönklang, sondern ruppige Theatermusik mit Stolperfallen ist geboten, dem hellwachen Harnoncourt-Mozart viel näher als den samtigen Plattenschrank-Erinnerungen an Karl Böhm. Bosch bezieht die Sänger in dieses ständig auch innerhalb der Nummern für Reflex-Wendungen offene System ein, und wenn bei musikalischen Komplikationen eine gewisse Sogkraft zur Rampe die spielerische Entspannung der Inszenierung zwischendurch kurz pausieren lässt, bleibt das dennoch großartig.

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