Marcus Bosch

Pressestimmen

Premiere "Nabucco"

2018/06/29, Heidenheim, Rittersaal Schloss Hellenstein Giuseppe Verdi: Nabucco
Stuttgarter Zeitung , 05. Juli 2018, Susanne Benda
Oper als Sommernachtstraum

Unter der Leitung des Festspielleiters Marcus Bosch meistert das Orchester glänzend die ungewohnte Rolle als Stütze, Initiator und Begleiter der Szene – mit straff genommenen Tempi, was manche schnelle Begleitfigur zu einer (exzellent gemeisterten!) virtuosen Herausforderung werden lässt, und mit vielen sehr schönen Solo-Aktionen der Bläser.

Premiere "Nabucco"

2018/06/29, Heidenheim, Rittersaal Schloss Hellenstein Giuseppe Verdi: Nabucco
Niusic, 05. Juli 2018, Malte Hemmerich
Unerwartet aktuell

Bosch hält dieweil den Laden zusammen, gibt zu den Phrasierungen hier unter freiem Himmel etwas mehr „Schmiere“ hinzu, wie er selbst sagt, damit die Enden nicht verpuffen.


Premiere "Nabucco"

2018/06/29, Heidenheim, Rittersaal Schloss Hellenstein Giuseppe Verdi: Nabucco
Schwäbische Zeitung, 04. Juli 2018, Ansgar König
Breaking News: „Nabucco lebt!“

Gewohnt souverän führte [Marcus Bosch] als Dirigent die Stuttgarter Philharmoniker durchs Stück. […] Chor, Orchester und Regie lassen den Solisten genug Freiraum, um aus sich herauszugehen. Nabucco im Wahn, Abigaille getrieben von Gier, sie dürfen nach Herzenslust schauspielerisch und stimmlich den Gefühlen freien Lauf lassen.

Premiere "Nabucco"

2018/06/29, Heidenheim, Rittersaal Schloss Hellenstein Giuseppe Verdi: Nabucco
Schwäbische Post, 02. Juli 2018, Dagmar Oltersdorf
Volk und Familie im Fadenkreuz

Denn nicht nur bei dem in blutrotes Licht und hinter Mauern aus Lochblech gesetzten, ungewöhnlich zurückgenommenen Verdi-Chor "Va, pensiero" rührt vor allem auch [der Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn]  an. Dirigent Marcus Bosch mit den Stuttgarter Philharmonikern setzt den Puls dazu - schwingend, bebend, feinfühlig und ohne Pomp. Ein moderner, mehrdimensionaler Verdi, voller Symbolik und Mehrdeutigkeiten

Internationale Orgelwoche Nürnberg

2018/06/11, Nürnberg, St. Lorenz Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 4 Es-Dur (2. Fassung) "Romantische"
Nordbayerische Nachrichten, 13. Juni 2018, Stephan Schwarz-Peters
Glocken-Geläut für die gewaltige Musikkathedrale

Marcus Bosch, musikalischer Bauleiter des Abends, und sein Orchester finden in den so streng und doch natürlich gefügten, fein verfugten Sandsteinquadern des Kirchenbaus eine schöne Entsprechung für ihre Interpretation: eine saftig in die Vollen gehende, Kontraste deutlich herausmeißelnde, gleichzeitig aber auch in der Gestaltung von Übergängen sehr aufmerksame Lesart.

Internationale Orgelwoche Nürnberg

2018/06/11, Nürnberg, St. Lorenz Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 4 Es-Dur (2. Fassung) „Romantische“
Nürnberger Zeitung, 13. Juni 2018, Thomas Heinold
Bruckner sucht die höhere Instanz

Der GMD nutzte die größere formale Strenge, die Bruckner gerade in den Ecksätzen der Zweitfassung der Vierten an den Tag legt. Ob dynamische Steigerungen in Form der für ihn typischen Terrassenarchitektur, ob die Synthese von Oktaven und Quinten in den Blechbläserintervallen oder die Verschmelzung von Zweier und Dreierrhythmik: Die klarer konstruierten Lösungen dieser Fassung verwandelten sich im Konzert in eine überzeugende Klangdramaturgie, die dem Werk monumentale Größe und existenzielle Intensität gab.  [...] Viel Applaus für ein beeindruckendes, ja mitreißendes Konzert.

Gastkonzert Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz

2018/05/19, Immenstadt, Hofgarten Stadthalle Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 d-Moll WAB 103
Alläguer Anzeigenblatt, 23. Mai 2018, Klaus Schmidt
Zwei schlanke "Schwergewichte"

Diesem Ansatz [schlanker und straffer Ton] bleiben Marcus Bosch und die Konstanzer Philharmoniker bis zum Ende treu. So entwickeln die Sinfonien Glanz und Größe, ohne von einer dicken Klangsoße überzogen zu werden. Vielmehr staffelt Marcus Bosch dramaturgisch spannungsvoll die Lautstärke und die Strahlkraft der Klangschichten, überrascht zum Finale immer noch durch unerwartete weitere Steigerungen. So wird er beiden Seiten dieser Sinfonien gerecht: ihrem melodiösem Reichtum, der farbenreich herausgearbeitet wird, und ihrer kunstvollen Architektur, die Marcus Bosch in eindrucksvoller Pracht scharf konturiert herausmeißeln lässt.

Einkehr mit Beethoven

2018/04/30, Nürnberg, Gustav-Adolf-Gedächtniskirche Ludwig van Beethoven: Missa solemnis D-Dur op. 123
Nordbayrische Nachrichten, 03. Mai 2018, Uwe Mitsching
Zeit der Vergleiche

Bei Bosch hört man mit den geschickt postierten etwa 75 Choristen einen von Anfang an sehr feierlichen, fein nuancierten, trotzdem intensiven Nachdruck — die Tempi mit ganz solemner Mäßigung ein sehr authentischer Beethoven-Eindruck. [...] Der Chor in der Einstudierung von
Andreas Klippert reagiert prompt auf Boschs Vorgaben, entwickelt strahlenden Glanz (auch in den Männerstimmen), singt im „dona nobis“ wunderbar wellenhafte Vokalisen oder überzeugt
durch eine Textauslegung in messerscharfer Akzentuierung.In Boschs Konzept geht es zwar auch um eine innig-anrührende Friedensbitte, aber er betont besonders die Nähe zum „Götterfunken“-Symphoniker Beethoven mit einem Maximum des damals Möglichen und des bis heute Wegweisenden: révolutionnaire et romantique.

Einkehr mit Beethoven

2018/04/30, Nürnberg, Gustav-Adolf-Gedächtniskirche Ludwig van Beethoven: Missa solemnis D-Dur op. 123
Nürnberger Zeitung, 03. Mai 2018, Peter Löw
Sternstunde in der Südstadt

Auch wenn das Chorkollektiv aus Vocapella und Vokalwerk Nürnberg (Einstudierung Andreas Klippert) insgesamt an diesem Abend mit seinen rund 70 Sängern der Größe eines reinen Kammerchores entwachsen ist, so wirkt er schlanker und zugleich agiler als es breite Chormassen jemals vermögen. In U-Form lässt Bosch den Chor entlang der Seitentreppen zum Hochalter antreten. Das ist optisch etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber den Nebeneffekt, dass die Männerstimmen zentral und von oben herab ein eigenständiges Klangbild erzeugen, das von den Frauenstimmen umrahmt, aber nicht überlagert wird und sich insgesamt zu erstaunlicher Wirkungskraft formt. Das hochkarätig besetzte Gesangsquartett (Publikumsliebling Jochen Kupfer neben Tilmann Unger, Elisabeth Jansson und Gabriela Scherer) agiert aus dem Orchester heraus. [...] Bosch hat mit dieser Aufstellung eine Klangbalance gefunden, in der die beherzt dynamisch aufspielenden Staatsphilharmoniker den Primus inter pares bilden konnten und Beethovens Dramatik unter Druck hielten.

5. Philharmonisches Konzert Nürnberg

2018/04/20, Nürnberg, Meistersingerhalle Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 25
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll
Nürnberger Zeitung, 23. April 2018, Thomas Heinold
Ein Frieden, dem man nicht trauen kann

Sehr gut gelang es dem Orchester, jene Stimmung der Zerrissenheit und Getriebenheit zu vermitteln, die diese Sinfonie unbedingt braucht - auch im fast delirös wirkenden Scherzo, das Walzer-  und Ländermelodien ins Monströse steigert. Als lyrischer Ruhepol überzeugte zuvor das Andante - natürlich darf man bei Mahler dem Seelenfrieden nie ganz trauen, darauf wusste Bosch klug zu achten.

[...] Großartig war das, berührend.

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